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Herr Dr. Jörg Linke
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Fax: +216 70 728 417
E-Mail: joerg.linke@giz.de

Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms zur Desertifikationsbekämpfung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms zur Desertifikationsbekämpfung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministère d’Environnement et du Développement Durable
Gesamtlaufzeit: September 2002 bis August 2008

Ausgangssituation

Weite Teile Tunesiens sind von Bodenerosion, dem Rückgang landwirtschaftlicher Produktionskapazität und der Gefährdung menschlicher Lebensräume betroffen. Seit Jahren unternimmt die Zentralregierung große Anstrengungen zum Schutz der Böden und Wasservorräte des Landes. Tunesien hat als einer der ersten Staaten die Internationale Konvention zur Desertifikationsbekämpfung (UNCCD) ratifiziert. Das im Entwicklungsplan verankerte Nationale Aktionsprogramm zur Desertifikationsbekämpfung (PANLCD) unterstreicht, dass die Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen und relevanten Institutionen zum Erhalt und Schutz der Lebensräume notwendig ist.

Ziel

Der Schutz der Böden und Wasservorräte soll quer durch die Gesellschaft und Institutionen Tunesiens den notwendigen Stellenwert erhalten und bei der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen berücksichtigt werden. Nur so können die voranschreitende Bodenerosion und die Gefährdung des ökologischen Gleichgewichts gestoppt und die Existenzgrundlage vieler Menschen gesichert werden.

Vorgehensweise

Das tunesische Umweltministerium sowie weitere staatliche Partner und Nichtregierungsorganisationen werden darin unterstützt, die Bevölkerung für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. In nationalen Foren werden Nachhaltigkeitskriterien, die Zusammenarbeit zwischen den Sachgebieten und Institutionen, Dezentralisierung sowie die Rolle und Mitwirkung von Nichtregierungsorganisationen (NRO) diskutiert und der Öffentlichkeit vermittelt.
In ausgewählten Bezirken wird mit den Landwirtschaftskommissariaten, Umweltdirektionen, Entwicklungsräten und NRO zusammengearbeitet, um Maßnahmen zum Schutz von Boden und Wasser zu verankern. Auf lokaler Ebene entwickelt die Bevölkerung eigene Programme zur Entwicklung ihrer Gemeinden, die methodisch und praktisch unterstützt werden. Um langfristig Wasserknappheit, die Erosion von Böden und die Zerstörung von Vegetation zu vermeiden, wird die Desertifikationsbekämpfung in allen Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt. Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen und Diskussionsforen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene finden häufig in Abstimmung oder Zusammenarbeit mit GTZ-Nachbarvorhaben (Umweltprogramm, Forstprojekt, Anpassung an den Klimawandel) statt.
Multiplikatoreffekte werden erzielt, indem Erfahrungen aus lokalen Aktionsprogrammen in regionale Programme und größere Entwicklungsprojekte, etwa des International Fund für Agricultural Development (IFAD), einfließen.

Adresse

c/o Bureau de la GTZ B.P.753
1080 Tunis – Cedex
Tunesien

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