Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
|
|
Nachhaltige Bewirtschaftung von Wald-ÖkosystemenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltige Bewirtschaftung von Wald-Ökosystemen
AusgangssituationRund eine Million Menschen – 20 Prozent der tunesischen Gesamtbevölkerung – leben in Waldgebieten oder am Rande von Wäldern. Deren Bewirtschaftung oblag in der Vergangenheit fast ausschließlich der Hauptabteilung Forsten im Landwirtschaftsministerium. Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre schuf die tunesische Regierung im Rahmen der Forstpolitik die Voraussetzungen, um Nutzungsrechten an Gruppen und private Unternehmen übertragen zu können. Seither entstanden etwa 40 Nutzergemeinschaften. Sie wurden allerdings überwiegend von der Forstverwaltung im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit initiiert und blieben von der Verwaltung abhängig. Selbstverantwortliche Verhandlungspartner der Verwaltung bildeten sich nicht heraus. ZielEs sollen rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Bauerngruppen, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Unternehmen in die nachhaltige Nutzung der Waldressourcen einbinden. Zugleich soll sich die Forstverwaltung von einer reinen Aufsichtsbehörde zum Dienstleistungsbetrieb wandeln. Angestrebt wird ein Dialog zwischen privaten Unternehmern und der Forstverwaltung als ebenbürtige Partner. VorgehensweiseDie Privatisierung von Teilbereichen des Waldmanagements wie die touristische Infrastruktur und Baumschulen wird modellhaft umgesetzt. Die Einbeziehung von Waldnutzergruppen wird rechtlich neu geregelt. Im Rahmen der allgemeinen Dezentralisierungspolitik wird die Bevölkerung Rechte auf Selbst- und Mitbestimmung erhalten, die über die bloße Waldnutzung hinausgehen. Adressec/o Bureau de la GTZ
BP 753 |
GIZ-Weltweit |