Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Tunesien ist seit Januar 2008 in die Europäische Freihandelszone integriert. Verarbeitete Waren können deshalb aus der EU kommend zollfrei eingeführt werden. Die Assoziierung hat über die letzten zwölf Jahre eine internationale Wettbewerbsorientierung der tunesischen Industrie ausgelöst, die durch ein umfassendes staatliches Wirtschaftsförderprogramm unterstützt wurde. Weitere Anstrengungen sind jedoch nötig, um den zukünftigen Anforderungen internationaler Märkte zu genügen, und um strategische Vorteile wie die geografische Nähe zu Europa, kurze Lieferzeiten und die weit reichende Integration in internationale Wertschöpfungsketten zu nutzen. Auch beim Umwelt- und Ressourcenschutz gibt es Nachholbedarf. Er wird von den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) häufig noch vernachlässigt. Die zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung der nächsten Jahre ist die Verringerung der Arbeitslosigkeit, die deutlich über der offiziellen Quote von 14,2 Prozent liegt, und zunehmend Akademiker trifft. Zukünftig werden jährlich mehr als 50.000 Universitätsabsolventen erwartet, die nur zu einem Bruchteil vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden können. Das Berufsbildungssystem ist zudem nicht ausreichend an die aktuellen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung führt die GTZ Projekte zur Privatwirtschaftsentwicklung durch. Sie sollen die Wettbewerbsfähigkeit der tunesischen KMU stärken, damit sie aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene begegnen können. Die GTZ unterstützt die Ansätze der tunesischen Wirtschaftspolitik, die als strategische Orientierung auf Fünfjahresplänen aufgebaut ist. Der elfte Plan (2007 bis 2011) stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Entwicklung und formuliert Ziele wie Steigerung des Wirtschaftswachstums und des Pro-Kopf-Einkommens, Verringerung von Arbeitslosigkeit und Armut und eine verbesserte Position Tunesiens auf dem Human Development Index. Dies erfordert eine wachstums- und beschäftigungswirksame Wirtschaftspolitik, die Innovationen, Unternehmensgründungen, nachfrageorientierte Ausbildung sowie Umwelt- und Ressourcenschutz einschließt. Die Programme und Projekte stärken die Potenziale und Kompetenzen der tunesischen Partner, damit diese Lern- und Veränderungsprozesse künftig selbständig steuern und integrierte Lösungsansätze zu wirtschaftlich-gesellschaftlichen Problemen entwickeln können. |
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