GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Wasser, Abwasser und Abfall

Die Palästinensischen Gebiete liegen in einer wasserarmen Region. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorkommen ist sehr schwer zu gewährleisten.

Seit 2001 sind an der palästinensischen Infrastruktur große Schäden entstanden und die Wirtschaft hat stark gelitten. Viele Einrichtungen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wurden beschädigt. Straßen wurden gesperrt, Abfälle konnten nicht mehr abgeholt und zu Deponien transportiert werden. Deswegen mussten provisorische Sammel- und Lagerplätze in der Nähe von Häusern eingerichtet werden, was zu Beeinträchtigungen und Zusatzkosten führte. Verbrauchern fällt es schwer, die Gebühren für Grundversorgungsleistungen wie die Bereitstellung von Wasser und die Entsorgung von Abwasser zu bezahlen. Der rechtliche und institutionelle Rahmen für den Wasser- und Abwassersektor befindet sich noch im Aufbau. Die Wasserverluste übersteigen oft die 40-Prozent-Marke, und die erhobenen Gebühren decken in der Regel bestenfalls die Betriebskosten ab.

Die GTZ arbeitet seit über 15 Jahren im palästinensischen Wassersektor. Sie unterstützt Anbieter von Ver- und Entsorgungsleistungen wie das Jerusalem Water Undertaking und die Städte Bethlehem, Nablus, Salfeet und Tulkarem. Besonders fördert sie die Entwicklung der personellen, organisatorischen und institutionellen Leistungsfähigkeit, die Bedarfssteuerung und die Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverluste.

Auch in der Abfallwirtschaft ist die GTZ seit mehr als zehn Jahren aktiv. In Gaza-Mitte und Gaza-Nord wurden mit ihrer Unterstützung zwei Zweckverbände eingerichtet, die rund 30 Prozent der Bevölkerung von Gaza versorgen sollen. In der Westbank begleitet die GTZ die Einrichtung eines neuen Zweckverbands in Ramallah/Al-Bireh, wo der Bau einer Deponie geplant ist.

Auf nationaler Ebene leistet die GTZ einen Beitrag zur Koordination von Bildungsmaßnahmen im Wasserbereich und arbeitet an einer Verbesserung des Sektorpolitikdialogs, indem sie die Palästinensische Wasserbehörde bei der Einrichtung eines Sekretariats für den National Water Council unterstützt. Deutschland hat in der Sektorarbeitsgruppe der Geber für den Wassersektor die Leitung übernommen. Im Bereich der Festabfälle erarbeitet Deutschland ein umfangreiches Schulungsprogramm und hat sich bereit erklärt, die Entwicklung einer nationalen Abfallmanagementstrategie zu unterstützen.

Schülerkampagne zum Wassersparen

Schülerkampagne zum Wassersparen. © GTZ 2004.
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