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Frau Gudrun Kramer
E-Mail: gudrun.kramer@giz.de

Regionaler Sozial- und Kulturfonds für palästinensische Flüchtlinge und die Bevölkerung in Gaza

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionaler Sozial- und Kulturfonds für palästinensische Flüchtlinge und die Bevölkerung in Gaza
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Palästinensische Gebiete, Jordanien, Syrien und Libanon
Politischer Träger: United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2012

Ausgangssituation

Die bislang ungeklärte Flüchtlingsfrage ist eines der zentralen Themen des Nahost-Friedensprozesses. Derzeit gibt es etwa 4,6 Mio. Flüchtlinge, von denen knapp ein Drittel in Flüchtlingslagern in der West Bank und Gaza sowie in Jordanien, Libanon und Syrien lebt. Die soziale Lage der Flüchtlinge und der gesamten Bevölkerung in Gaza ist durch große Armut, schlechte Infrastruktur, hohe Arbeitslosigkeit und ein großes Maß an Gewalt gekennzeichnet. Anhaltende Abhängigkeit von außen, Hoffnungslosigkeit, Depression und soziale Spaltung wirken sich negativ auf soziale Netzwerke und das Selbsthilfepotential der betroffenen Menschen aus. Es besteht wenig Austausch zwischen den Flüchtlingen in der Region.

Ziel

Die Bevölkerung in Gaza sowie die palästinensischen Flüchtlinge in der Region bewältigen die anhaltende Konfliktsituation besser als bislang und haben Lebensperspektiven für sich und die Gemeinschaft entwickelt.

Vorgehensweise

Der Sozial- und Kulturfonds finanziert Projekte im kulturellen und (psycho-)sozialen Bereich. Grundlage für die Projektauswahl sind Entwicklungspläne für die Flüchtlingslager, die von der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) gemeinsam mit den Bewohnern der Flüchtlingslager erarbeitet werden. Damit ist sichergestellt, dass die geförderten Projekte den Bedürfnissen der Flüchtlinge entsprechen und im Einklang mit anderen UNRWA-Programmen sowie Maßnahmen weiterer Geber stehen.

Die ausgewählten Projekte werden von lokalen und regionalen Organisationen umgesetzt, die Fach- und Organisationsberatung vom Sozial- und Kulturfonds erhalten. Dadurch können lokale Organisationen ihr Projektmanagement verbessern und das Angebot an (psycho-)sozialen und kulturellen Aktivitäten erweitern.Wo vorher wenig über Grenzen hinweg unternommen wurde, ermöglicht die Vernetzung von Individuen und bereits bestehenden Initiativen und Organisationen einen Austausch zu (psycho-)sozialen und kulturellen Themen innerhalb der Region. Dieser Austausch unterstützt die Erarbeitung eines systematischen Ansatzes der psychosozialen Betreuung der Flüchtlinge.

Im Bereich Kultur werden beispielsweise Filme über die Geschichte sowie das Alltagsleben der Flüchtlinge produziert und Sommer Camps für Jugendliche durchgeführt.Im Mittelpunkt der geförderten Projekte steht immer das Ziel, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem die Menschen ihr eigenes Leben reflektieren und neue Lebensperspektiven entwickeln können. Durch das Erlernen neuer Tätigkeiten können sich zudem Beschäftigungschancen entwickeln.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

In Gaza führte der Sozial- und Kulturfonds mit der Partnerorganisation Sharek Youth Forum Sommer Camps für Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren durch. Die kreativen Aktivitäten wie Tanz und Theater bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Leben auf neue Art zu entdecken. Dies hilft ihnen bei der Bewältigung des Alltags und gibt ihnen Mut, neue Lebensperspektiven für sich und die Gemeinschaft zu entwickeln.

Weitere Informationen


Ansprechpartner


Frau Gudrun Kramer
E-Mail: gudrun.kramer@giz.de
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