GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
GIZ Weltweit > Mittelmeer und Mittlerer Osten > Marokko > Schwerpunkte > Wasser

Nutzung und Management der Wasserressourcen

Die Wasserressourcen Marokkos sind durch steigenden Verbrauch, Schadstoffbelastungen und die Veränderung des Klimas zunehmend gefährdet. Vor allem die bewässerungsintensive Landwirtschaft hat in vielen Regionen eine zum Teil dramatische Übernutzung der Grundwasserressourcen zur Folge. Zudem werden derzeit nur etwa 13 Prozent der Abwässer gereinigt. Neben Gesundheitsrisiken hat dies auch erhebliche Belastungen der Umwelt und der küstennahen Meeresgebiete zur Folge und beeinträchtigt damit die Entwicklung des Tourismus.

Um der Übernutzung gegenzusteuern und die Wasserversorgung künftiger Generationen nachhaltig zu garantieren, ist ein dezentrales, bürgernahes Management der Wasserressourcen von entscheidender Bedeutung. Ein politisches Umdenken wurde mit dem Wassergesetz von 1995 eingeleitet. Es beinhaltet die grundsätzliche Neuorientierung des Wassersektors und des Wasserrechts in Marokko. Wasserwirtschaftsagenturen (Agences de Bassins Hydrauliques – ABH) in naturräumlichen Wassereinzugsgebieten spielen darin eine zentrale Rolle. Die Agenturen sind unabhängige Verwaltungen und werden neben staatlichen Mitteln auch aus Abgaben und Gebühren der Wassernutzer finanziert.

Das Programm zur Unterstützung eines integrierten Wasserressourcenmanagements (Appui à la gestion intégrée de ressources en eau – AGIRE) unterstützt das marokkanische Staatssekretariat für Wasser und Umwelt und die Wasserwirtschaftsagenturen umfassend bei der Einführung und Umsetzung eines integrierten Managements der Wasserressourcen. Das Gesamtkonzept des Vorhabens ist eng mit dem marokkanischen nationalen Entwicklungsplan im Wassersektor verknüpft. Die Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Planung, der Monitoring- und Kontrollsysteme der Wassernutzungen, Grundwasserschutz, Abwasserrecycling und nachhaltiges Regenwassermanagement stehen im Zentrum der Aktivitäten. Die Bevölkerung wird verstärkt in Entscheidungsprozesse einbezogen, um sicherzustellen, dass die Wasserversorgung die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzer berücksichtigt und das Wasser gerecht verteilt wird.

Das Vorhaben baut auf die langjährige deutsch-marokkanische Zusammenarbeit im Wassersektor auf. Zu den Erfolgen gehören neben der begonnenen Sektorreform die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und die institutionelle Stärkung der öffentlichen Behörden.

Die Aktivitäten der technischen Zusammenarbeit sind eng mit dem Engagement der finanziellen deutsch-marokkanischen Zusammenarbeit abgestimmt. Die Förderung der KFW Entwicklungsbank gilt der Verbesserung der Trinkwasserversorgung in ländlichen Gebieten, dem Abwassermanagement, in Kooperation mit dem nationalen Wasserversorgungsunternehmen ONEP, sowie besseren Bewässerungssystemen.

Die GTZ kooperiert außerdem mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei der Erstellung von hydrogeologischen Modellen in den drei Partnerregionen der Flussgebiete Sousse-Massa-Drâa, Tensift und Oum Er-Rbia.


Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login