Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Nachhaltige WirtschaftsentwicklungZiel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist es, Marokkos Wirtschaftswachstum zu stärken und mit breitenwirksamer Beschäftigung zu verbinden. Dazu sind auf marokkanischer Seite bereits einige Reformen erfolgreich auf den Weg gebracht worden. Modernisierung der Wirtschaft und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit haben Vorrang in der marokkanischen Wirtschaftspolitik, vor allem im Hinblick auf die Assoziierung an die EU sowie auf die Herausforderungen der Globalisierung. Der Privatsektor gilt als entscheidender Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) spielen aufgrund ihrer hohen Zuwachsraten und ihres hohen Potenzials zur Schaffung von Arbeitsplätzen eine wichtige Rolle. Sie verbessern die Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf breiter Basis und leisten damit einen signifikanten Beitrag zur Überwindung von Armut. Im Vergleich zu ihrer zahlenmäßigen Bedeutung bleibt ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch bislang begrenzt. Ein Großteil der Betriebe produziert derzeit Produkte mit niedrigen technologischen Anforderungen für den lokalen Markt und weist eine geringe Innovationsdynamik auf. Exportorientierte Unternehmen konnten lange Zeit von – im Vergleich zu Europa – niedrigen Produktionskosten profitieren. Sie stehen jedoch angesichts neuer Konkurrenten, vor allem aus Asien, unter dem Druck, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Ziel des deutschen Engagements sind Wachstums- und Beschäftigungswirkungen in den Regionen, und nicht nur in den großen industriellen Ballungsräumen. Dies soll insbesondere durch gezielte regional orientierte Förderung von KKMU erreicht werden. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitete dazu auf drei Ebenen. Die Erarbeitung einer langfristig angelegten, tragfähigen Förderpolitik für KKMU wird begleitet, wirtschaftspolitische Reformthemen werden vorgeschlagen und die beteiligten Ministerien bei deren Formulierung beraten. Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit wichtiger Mittler, wie staatliche und private Einrichtungen sowie Banken, gestärkt. Programme der Partnerinstitutionen zur regionalen Wirtschaftsförderung werden unterstützt. Die Konkurrenzfähigkeit der KKMU ist durch erheblichen Mangel an qualifizierten, gut ausgebildeten Arbeitskräften gefährdet. Um dieses Defizit abzubauen, hat sich Deutschland sich in der beruflichen Bildung engagiert. Ein angepasstes duales Berufsausbildungssystem wurde gefördert und in Betrieben und Verbänden verankert. Berufliche Bildung trägt dazu bei, die Qualität marokkanischer Produkte und die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft zu verbessern. Erprobte Modelle beruflicher Qualifizierung sind an den marokkanischen Kontext angepasst und in die nationale Berufsbildungsreform integriert. Die Reform soll dazu beitragen, bisher benachteiligten Gruppen, wie Frauen und arbeitslosen Jugendlichen, besonders in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie im Tourismus (Hotels) einen gesicherten Arbeitsplatz und Aufstiegschancen zu bieten. |