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Herr Torsten Striepke
E-Mail: torsten.striepke@giz.de

Migration und regionale wirtschaftliche Entwicklung in der marokkanischen Region Oriental

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Migration und regionale wirtschaftliche Entwicklung in der marokkanischen Region Oriental
Auftraggeber: Europäische Union (Programm AENEAS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Marokko
Politischer Träger: Agence de Développement Economique et Social des Provinces et Préfectures de la Région Oriental du Royaume du Maroc (Entwicklungsagentur Oriental)
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Die Region Oriental an der nordöstlichen Grenze zu Algerien hat großen Nachholbedarf in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Regierung Marokkos unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit dieser Region seit 2003 mit erheblichem Mitteleinsatz. Eine Reihe von Städten und Provinzen werden als Entwicklungszentren für Agro-Industrie, Tourismus, Transport/Logistik und Technologie stark unterstützt. Oriental soll als wirtschaftsstarke Pforte zu den Maghrebstaaten und zu Europa ausgebaut werden.

Bei diesen Plänen spielt die Privatwirtschaft eine tragende Rolle. Die Mitglieder der marokkanischen Diaspora in Europa finden als Akteure der wirtschaftlichen Entwicklung in ihrer Heimat daher zunehmend Beachtung. Sie verfügen über umfangreiches, weitgehend ungenutztes Sparkapital und zeigen steigendes Interesse an Investitionen in Marokko. Wegen verschiedener Hindernisse kommt dieses Interesse jedoch derzeit noch nicht zum Tragen.

Ziel

Die Schaffung eines günstigen Umfelds für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Oriental trägt zur Mobilisierung der marokkanischen Diaspora in Europa bei.

Vorgehensweise

Auf der Grundlage partizipativ erstellter Sektoranalysen für Ökotourismus, die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und Baumaterialien werden ein Investitionsführer und ein Aktionsplan zur Stärkung des Geschäftsklimas erstellt.

Staatliche und private Institutionen werden durch Schulungen und Trainings unterstützt. Sie können ihr Dienstleistungsangebot so besser auf Bedarfe der Diaspora sowie auf die Nachfrage kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ausrichten. Beratungsangebote speziell für Unternehmerinnen werden entwickelt.

Ausgewählte Banken werden dabei unterstützt, besondere Kreditprodukte für kleine und mittlere Unternehmen und die marokkanischen Diaspora zu entwickeln.

Das Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk wurde als langfristiger Partner zur Förderung des Wissens- und Erfahrungstransfers gewonnen. In Veranstaltungen vor Ort und über Studien- und Informationsreisen werden Mitglieder der Diaspora und Unternehmer in Marokko zusammengebracht.

Das Internetportal des Projekts bietet investitionsrelevante Informationen und eine Kontaktbörse an. Persönliche Erfolgsgeschichten von Unternehmensgründern aus den Reihen der Diaspora werden vorgestellt Die Erfahrungen des Projekts werden den zuständigen Ministerien, Geberorganisationen und der Diaspora regelmäßig zugänglich gemacht. Die gelungenen Beispiele können so auf ihre Verwendbarkeit für andere Regionen Marokkos sowie für andere Migrationsländer geprüft werden.

Durch die Aktivitäten wird der Dialog zwischen staatlichen Stellen und Privatsektor intensiviert und verbessert.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das neue Internetportal des Projekts verzeichnet bis zu 900 Zugriffe pro Monat.

Durch Beratungen, Workshops und Studienreisen in Deutschland und Marokko wurden rund 200 Mitglieder der Diaspora und etwa 120 Unternehmer im Oriental erreicht.

Bisher sind 24 Projekte von 26 Investoren begleitet worden. Sieben Projekte sind realisiert, 17 befinden sich im Aufbau.

Der Anteil von KMU-Krediten am gesamten Kreditportfolio ist bei den vom Vorhaben geförderten Banken von 19,8 Prozent (2008) auf 23,7 Prozent (2009) gestiegen.

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