GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
GIZ Weltweit > Mittelmeer und Mittlerer Osten > Jemen > Schwerpunkte > Grundbildung

Grundbildung

Jemenitische Kinder aus Sana’a. © GTZ 2004.

Jemen gehört zu den acht Ländern, in denen Grundbildung Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist. Nur 72 Prozent aller Kinder im schulpflichtigen Alter (62 Prozent der Mädchen) besuchen eine Grundschule, über drei Millionen Kinder sind nicht eingeschult, die Analphabetenrate liegt bei knapp 47 Prozent. Die Qualität der Grundbildung entspricht nicht den Entwicklungserfordernissen.

Die Regierung betrachtet die Verbesserung der Grundbildung als prioritäre Voraussetzung für Entwicklung und Armutsreduzierung. Besonderes Gewicht wird auf Grundbildung für Mädchen gelegt, vor allem in ländlichen Gebieten.

Die jemenitische und die deutsche Regierung unterzeichneten die Dakar-Deklaration von 2000, um "Bildung für Alle" bis 2015 zu erreichen und verpflichteten sich auf die entsprechenden Millenniumsziele. Das Bildungsministerium hat eine nationale Strategie zur Entwicklung der Grundbildung erarbeitet, welche die Regierung Ende 2002 verabschiedet hat. Die Deklaration gilt als verbindliche Leitlinie für die Reform der Grundbildung hinsichtlich Zugang, Gleichheit, Effizienz und Qualität.

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Einschulung aller Kinder im schulpflichtigen Alter
  • Gleiches Bildungsangebot für Mädchen, Kinder in ländlichen Gebieten und behinderte Kinder
  • Erhöhung der internen Effizienz von Grundbildung
  • Verbesserung der Qualität von Grundbildung
  • Verbesserung und Entwicklung der institutionellen Kapazität zur Bewältigung der Aufgaben auf allen Ebenen
  • Mehr Beteiligung der Schulgemeinde an der Bildung

Im März 2003 wurde Jemen in die „Education for All – Fast Track Initiative“ (EFA-FTI) aufgenommen und hat aus FTI-Mitteln vierzig Millionen US-Dollar erhalten. Im Januar 2004 haben die Regierung und die meisten bilateralen Geber, so auch Deutschland, eine Partnerschaftsdeklaration unterschrieben. Sie dient als Grundlage für verbesserte Koordination, Kooperation und Harmonisierung ihrer Beiträge zur Grundbildungsstrategie. Eine Konsequenz wird mittelfristig die Einbindung aller Geberbeiträge in einen programmbasierten Ansatz (PBA) sein.

Mit der Unterstützung des jemenitischen Bildungsministeriums (MOE) bei der Entwicklung der Grundbildungsstrategie leistete die GTZ einen signifikanten Beitrag zur Planung der Grundbildungsentwicklung bis 2015. Die GTZ hat das Bildungsministerium auch beim Vorschlag zur EFA-Fast Track Initiative beraten. Die durch Technische Zusammenarbeit entwickelten Konzepte in der Bildungsstatistik und Planung, der Fortbildung von Lehrern, Schulleitern und Schulsozialarbeitern sowie die Ansätze zur verstärkten Beteiligung der Eltern am schulischen Geschehen werden auf nationaler Ebene überprüft, vervollständigt und verbreitet.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Sektor umfasst Beratungsaktivitäten auf allen Ebenen des Ministeriums. Sie ist als Programm organisiert, in dem die KfW Entwicklungsbank, die GTZ und der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) zusammenarbeiten.


Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login