Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Wirtschaftliche Entwicklung historischer Städte im JemenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Wirtschaftliche Entwicklung historischer Städte im Jemen
Ausgangssituation
Der Jemen hat eine sehr alte und einzigartige Geschichte urbaner Zentren mit zahlreichen kulturgeschichtlich bedeutsamen Städten und Denkmälern, die in der Liste des Weltkulturerbes (UNESCO) geführt werden. Dieses Erbe ist ein wichtiges soziokulturelles, aber auch ökonomisches Potenzial, im Hinblick auf die Stärkung der nationalen Identität, die Herausbildung regionaler Städte zweiter und dritter Ordnung (urbane Dezentralisierung) als auch die langfristige Sicherung touristischer Attraktivität. Die Potenziale dieser Hinterlassenschaft sind noch nicht richtig erkannt und genutzt. Das historische Erbe ist eher von visuellem Interesse, als dass es als vitaler Teil von Stadtentwicklung verstanden wird. Die Ergebnisse der ersten Projektphase zeigen jedoch, dass partizipatorische Stadterneuerung die Wohnsituation verbessert, sowie einkommens- und beschäftigungsrelevante Resultate im Bausektor, in der Förderung von Kleinstgewerbe und in der Weiterentwicklung des traditionellen Handwerks erzeugen. ZielNationale und lokale Verwaltungen managen gemeinsam mit Bewohnern, Handwerkern und Kleingewerbetreibenden die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ihrer Städte und entwickeln Kompetenzen und Ressourcen für den Schutz des städtebaulichen Kulturerbes als Ansatz zur lokalen Wirtschaftsförderung im Jemen. VorgehensweiseDas Project versucht, seine Arbeitsweise in Shibam und Zabid zu konsolidieren, und sie direkt auf andere ausgesuchte Städte anzuwenden, um Ansätze zur behutsamen und partizipativen Stadterneuerung zu entwickeln. Die nationalen Akteure, wie die Behörde für die Erhaltung historischer Städte (GOPHCY) und die Staatliche Behörde für Boden, Vermessung und Stadtplanung (GALSUP), werden stärker in den lokalen Prozess eingebunden, um deren Kompetenzen und Leistungsfähigkeit für eine breitenwirksamere nationale Stadtentwicklungspolitik zu verbessern. Eine zentrale Aktivität ist das Programm für alte Häuser. Es stellt technische Beratung und Zuschüsse für Maßnahmen zur Verfügung, die die sachgemäße Renovierung oder den Umbau von alten Häusern fördern. Unterstützende Maßnahmen zur Wirtschaftförderung und Kleinkredite ermutigen Modernisierung, Gründung oder Erweiterung lokaler Unternehmungen von nichtstaatlichen Organisation, beruflichen Vereinigungen oder Projekten. Das Ziel ist, die bestehenden Unternehmungen wettbewerbsfähiger zu machen und neue Einnahmequellen zu erschließen. Andere Maßnahmen verändern sich von Stadt zu Stadt. Sie reichen von der Einführung einer brunnengestützten Landwirtschaft in Shibam, über die Revitalisierung des Suq’s in Zabid bis zur Erneuerung des Abwassersystems in Jiblah. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeGroße Teile der historischen Gebäude in Shibam (66 Prozent) wurden renoviert; in Zabid wurden schon 10 Prozent% der historischen Bausubstanz instandgesetzt. Über 300 Handwerker der verschiedenen Gewerke, wie Lehm, Stein, Holz, Installation, traditionelles Handwerk, wurden ausgebildet. Sie sind mittlerweile in der Lage, sich an regionalen Ausschreibungen zu beteiligen und erhalten Aufträge außerhalb der Sanierungsgebiete. Der Bausektor im Distrikt, zu dem Shibam gehört, ist inzwischen für 10 Prozent des regionalen Einkommens verantwortlich. Das Management und die Abwicklung der Häuserneuerungsprogramme in Shibam und Zabid werden mittlerweile vollständig von den lokalen Behörden für Stadterhaltung und der jeweiligen Gemeinde getragen. Runde Tische wurden in Jiblah eingerichtet, um partizipatorisch Umsetzungspläne für Stadterneuerungsmaßnahmen vorzubereiten, in denen auch zunehmend Frauen ihre Interessen vertreten können. Die Hauptaufgabe der neuen Projektphase (2010–12) ist die Konsolidierung, Systematisierung und Legalisierung dieser Prozesse. Download
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