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Herr Kuno Fischer
E-Mail: kuno.fischer@giz.de

Förderung des Privatsektors

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung des Privatsektors
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jemen
Politischer Träger: Ministerium für Planung und internationale Zusammenarbeit
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2013

Ausgangssituation

Die gegenwärtige wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Jemen ist geprägt durch zunehmende Armut, eine Arbeitslosenrate von über 30 Prozent und starkes Bevölkerungswachstum, dem geringes Wirtschaftswachstum gegenübersteht. Vor allem den armen Bevölkerungsgruppen fehlen Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven. Die jemenitische Regierung hat deshalb die Entwicklung der Privatwirtschaft zur Schaffung von Beschäftigung zur zentralen Aufgabe für die Armutsminderung erklärt. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Investitionen und Weiterentwicklung von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU).

Ziel

Rechtliche, institutionelle und regulative Rahmenbedingungen und Förderinstrumente für die Entwicklung des Privatsektors sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt gehört zum Schwerpunkt „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ der deutsch-jemenitischen Entwicklungszusammenarbeit. Es unterstützt die jemenitischen Partner dabei, das Geschäfts- und Investitionsklima im Jemen zu verbessern sowie das Angebot an unternehmensbezogenen und finanziellen Dienstleistungen zu erhöhen. Das Vorhaben arbeitet sowohl auf nationaler als auch regionaler Ebene in den Gouverneraten Taiz, Aden und Hadramaut. Es betätigt sich zudem als Koordinator der Arbeitsgruppe Privatwirtschaftsförderung, in der die wichtigsten jemenitischen und ausländischen Akteure im Bereich der Privatwirtschaftsförderung im Jemen organisiert sind.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Vorhaben hat die Zentralbank beim Aufbau und der Ausbildung ihrer Mikrofinanzeinheit unterstützt, die für die Betreuung und Kontrolle der Mikrofinanzbanken zuständig ist. Mittlerweile gibt es schon zwei Mikrofinanzbanken im Jemen und die Zahl der Kleinkredite an Unternehmen steigt kontinuierlich. Des Weiteren wurden das Ministerium für Industrie und Handel sowie die Investitionsbehörde bei ihrer Umstrukturierung unterstützt, sodass sie nun verbesserte Dienstleistungen anbieten können.

Durch Messeförderungen und Produktverfeinerungen wurden weltweit neue Absatzmärkte für Kunsthandwerk gefunden, was über 100 Produzenten neue Aufträge verschafft hat.

Der verbesserte Dialog zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor auf regionaler Ebene führte unter anderem zu neuen Unternehmensgründungen und reduzierten Kosten für bestehende Unternehmen.

Im Allgemeinen hat sich der Jemen in den letzten Jahren im jährlich erscheinenden Doing Business Report der Weltbank, der das Geschäfts- und Investitionsklima in den Ländern der Welt vergleicht, signifikant verbessert: Von 2008 bis 2009 verbesserte sich der Jemen von Position 123 auf Position 98 in der Gesamtwertung, und machte im Unterindex „Starting a Business“ sogar den Sprung von Platz 178 zu Platz 50. Im Subindex „Getting Credit“ verbesserte sich der Jemen von 2009 auf 2010 um 24 Plätze, von 174 auf 150. Zusammen mit den Kollegen und Kolleginnen aus der PSD Working Group hat das Vorhaben zu dieser Verbesserung beigetragen.

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