GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Herr Dr. Rudolf Pfeifer
E-Mail: rudolf.pfeifer@giz.de

Verbesserung der Allgemeinbildung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm zur Verbesserung der Allgemeinbildung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jemen
Politischer Träger: Ministerium für Bildung und Erziehung
Gesamtlaufzeit: 2002 bis 2011

Ausgangssituation

Der Jemen, geprägt durch hohes Bevölkerungswachstum und zunehmende Armut, weist mit rund 75 Prozent eine der niedrigsten Einschulungsraten der Welt auf. Der Zugang zur Grundbildung ist besonders für Mädchen schwierig. Nur etwa 63,4 Prozent sind landesweit eingeschult. Auch in der Sekundarbildung ist die Brutto-Einschulungsrate der Mädchen mit etwa 28,3 Prozent sehr gering. Zudem ist die Bildungsqualität unzureichend.

Das bildungspolitische Ziel der Regierung, "Bildung für Alle", bis 2015 zu erreichen und die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu überwinden, ist ernsthaft gefährdet. Deshalb hat die Regierung die Grund- und Sekundarbildungsförderung zu einer der zentralen Aufgaben der Armutsminderung erklärt.

Ziel

Die Umsetzung der nationalen Grundbildungs- und Sekundarbildungsstrategie hat zu einer dauerhaften Verbesserung der Einschulung und des Lernerfolgs der Schüler und Schülerinnen geführt.

Vorgehensweise

Das Programm berät beim Aufbau von Leistungsfähigkeit und Kompetenzen in der Bildungsverwaltung, beispielsweise bei der Stärkung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und lokalen Räten. Vor Ort werden die Aus- und Fortbildung von Schulpersonal, der Bau zusätzlicher Klassenräume und die Förderung von Schulsozialarbeit sowie Gemeindebeteiligung mit Schwerpunkt auf Mädchenbildung unterstützt. Durch die Verbesserung des Bildungsangebots in den naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik wird die Sekundarbildung gestärkt, im Reformprozess der Schulbuchversorgung wird Hilfestellung geleistet.

Die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der Bildung erfolgt mit Blick auf das gesamte Land. Die Konzepte werden in sieben Provinzen in großem Umfang erprobt, auf ihre Wirkungen getestet, detailliert dokumentiert und dem Ministerium zur Generalisierung vorgeschlagen.

Die GIZ ist mit vier entsandten und 22 nationalen Fachkräften vertreten. Sie führt das Programm, im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), zusammen mit der KfW Entwicklungsbank durch und baut die Kooperation mit internationalen Gebern aus.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Im Erziehungsministerium wurde ein effektives Education Management Information System eingeführt und die Datenqualität verbessert.

In der Erziehungsverwaltung wurden durch Change-Management-Kurse Leistungsfähigkeit und Kompetenzen verbessert.

Eine Datenbank für Aus- und Weiterbildung wurde als Planungsinstrument entwickelt.

Ein System zur fortlaufenden Professionalisierung von Schulpersonal wurde ebenfalls entwickelt und dauerhaft eingerichtet.

Die Effektivität der Schulbesuche durch Schulaufsichtsbeamte wurde gesteigert.

Weiterbildungsmaßnahmen (in-service training) wurden für Schulpersonal, Lehrer, Direktoren und Schulaufsichtsbeamte entwickelt und dauerhaft eingerichtet.

Qualifikationskurse für Lehrerinnen in ländlichen Gebieten wurden entwickelt und zusammen mit weiteren Gebern umgesetzt.

Die Lehr- und Lernqualität in den Programm-Provinzen hat sich verbessert.

Schulbücher für die Klassen 1 bis 3 sind auf Relevanz und Fehler überprüft worden.

Ein Konzept der Gemeindebeteiligung durch die Erstellung von Statuten für Vater- und Mutterräte wurde institutionalisiert.

Vater- und Mutterräte wurden im Rahmen der Gemeindebeteiligung mit Schwerpunkt auf Mädchenbildung aktiviert.

Trainingskonzepte für Schulsozialarbeiter sowie Vater- und Mutterräte wurden erarbeitet und dauerhaft eingerichtet.

Ein Koordinierungsrat für Mädchenbildung wurde auf Provinzebene geschaffen und die Rolle von Provinzbehörden und Nichtregierungsorganisationen damit gestärkt.

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