Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
Integriertes UmweltmanagementProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Integriertes Umweltmanagement
AusgangssituationDie Umweltsituation Algeriens hat sich seit Jahren kontinuierlich verschlechtert. Das Wachstum der algerischen Wirtschaft ging einher mit der Degradierung natürlicher Ressourcen und Umweltverschmutzung. Landflucht und Terrorismus in den 1990er-Jahren mit rund 200.000 Toten haben zu einem Anwachsen städtischer Ballungsräume und zu einer Verschlechterung der Umweltsituation beigetragen. Dem algerischen Umweltministerium (MATET) ist es bislang nicht gelungen, dem Anstieg städtisch-industriell verursachter Umweltprobleme wirksam zu begegnen und mit anderen Akteuren eine integrierte Umweltpolitik effizient zu steuern und umzusetzen. ZielUmweltakteure setzen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene abgestimmte Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung und zur Vermeidung der Umweltverschmutzung um. VorgehensweiseDas Programm unterstützt das algerische Umweltministerium beim Aufbau eines Umweltinformationssystems, der Verankerung einer Strategie für Umweltkommunikation sowie der Ausgestaltung des Konzepts von Mülltrennung und Recyclingwirtschaft. Es qualifiziert und berät Fach- und Führungspersonal der Abfallwirtschaftsbehörde (AND) und des nationalen Umweltobservatoriums (ONEDD), Maßnahmen der Organisationsentwicklung durchzuführen sowie Strategien und Instrumente für Dienstleistungsangebote ihrer Fachbehörden weiter zu entwickeln. Gemeinsam mit dem nationalen Zentrum für sauberere Produktionstechnologien (CNTPP) verfolgt das Programm außerdem das Ziel, der industriell verursachten Umweltverschmutzung entgegenzuwirken. Hierfür wird eine Vorgehensweise entwickelt, wie die freiwilligen Vereinbarungen zum betrieblichen Umweltmanagement umgesetzt werden können. Um die Bevölkerung in den Umweltschutz einzubinden und für die Problematik zu sensibilisieren, unterstützt das Programm das Nationale Konservatorium für Umwelterziehung (CNFE) dabei, Kommunikations- und Sensibilisierungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Seminare, ein „Grünes Theater“ und ein „Grünes Radio“ wurden erfolgreich eingesetzt. Ein „Umweltzug“ diente als Vermittler von Umweltthemen. Derzeit wird der Aufbau von lokalen Umweltzentren unterstützt, in denen die algerische Bevölkerung mit interaktiven Lernkonzepten über Umweltthemen informiert wird. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeUnternehmen, Behörden sowie weite Teile der Bevölkerung haben durch die Teilnahme an Sensibilisierungskampagnen ein Bewusstsein für den Umweltschutz entwickelt. Umweltbelastungen konnten in den Pilotregionen sichtbar verringert werden. In der Stadt Annaba wird nationale Umweltpolitik beispielhaft auf kommunaler Ebene umgesetzt. Die positiven Ergebnisse im Abfallwirtschaftssektor wurden in anderen Regionen verbreitet. Instrumente des industriellen Umweltmanagements wurden eingeführt und weiterentwickelt sowie entsprechende Expertennetzwerke aufgebaut. Weiterführende Informationen
|
GIZ-Weltweit |