GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
GIZ Weltweit > Mittelmeer und Mittlerer Osten > Algerien > Schwerpunkte > Ressourcenmanagement Wasser, Umwelt

Nachhaltig integriertes Ressourcenmanagement im Wasser- und Umweltbereich

Algier-Plage, Abwässer fließen ungeklärt ins Meer. © GTZ 2004.

Die Umweltsituation in Algerien verschlechtert sich seit Jahren kontinuierlich. Dazu beigetragen hat der Terrorismus in den neunziger Jahren. In dieser Zeit floh die Bevölkerung in die Ballungsräume, wo sich die Umweltsituation für die dort lebende arme Bevölkerungsschicht drastisch verschlimmerte. Zudem zählt Algerien zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Die Wasserwirtschaft des Landes steckt in einer strukturellen Krise. In fast allen Städten des Landes werden die Bürger nur jeden zweiten oder dritten Tag mit Trinkwasser versorgt, das oft noch von äusserst schlechter Qualität ist. Große Wassermengen versickern in veralteten, schlecht gepflegten Rohrleitungssystemen.

Die deutsch-algerische Zusammenarbeit verbessert die Rahmenbedingungen für die wasserwirtschaftliche Planung und das Wassermanagement. Die Umweltqualität in den Städten wird erhöht und die Beteiligung des Privatsektors in Wasser- und Umweltbelangen verstärkt.

Die bestehenden Probleme können nur durch konzertierte Aktionen aller im Wasser- und Umweltsektor tätigen Akteure gelöst werden. Ziel ist eine umfassende integrierte Planung und gemeinsame Umsetzung.

Ansatzpunkte der deutschen Unterstützung sind:

  • Unterstützung der zuständigen algerischen Ministerien, 
  • ressortübergreifende Integration ökologischer Aspekte in die algerische Gesamtpolitik, 
  • nationale, regionale und internationale Vernetzung der Dienstleister des Umwelt- und Wassersektors, Maßnahmen zur Sensibilisierung und Kooperation mit den Zielgruppen, 
  • Erstellung effizienter Planungsinstrumente.

Derzeit werden zwei Programme in Algerien durchgeführt:

  • Programm integriertes Umweltmanagement, mit den Komponenten
    • Unterstützung des algerischen Umweltministeriums MATET (Ministère de l’Aménagement du Territoire, de l’Environnement et du Tourisme) bei der Operationalisierung der Umweltgesetzgebung
    • Unterstützung der nachgeordneten Behörden und der Dezentralisierung
    • Förderung der Bürgerbeteiligung und lokale Agenda 21
  • Programm integrierte Wasserwirtschaft, mit den Komponenten:
    • Konzeption einer integrierten Planung des Wassersektors auf allen Ebenen
    • Aufbau eines Konzeptes zur Regulierung der Dienstleistungen im Wassersektor
    • Entwicklung und praktische Umsetzung eines Modells der integrierten Wasserwirtschaft im ländlichen Raum unter Beteiligung aller Akteure.

Die Erfolge der deutsch-algerischen Zusammenarbeit im Schwerpunkt „Nachhaltig integriertes Ressourcenmanagement im Wasser- und Umweltbereich“ zeigen sich bereits in einer verstärkten öffentlichen Wahrnehmung der Umweltbelange durch Sensibilisierungskampagnen, einem bewussteren Einsatz der knappen Ressource Wasser, einer modernen Umweltgesetzgebung, in einem verbesserten Abfallmanagement in einer der Pilotstädte sowie im leichteren Zugang zu relevanten Informationen durch den Aufbau von Dateninformationssystemen im Wassersektor.

Schulklasse im Umweltinformationszug

Schulklasse im Umweltinformationszug. © GTZ 2004.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login