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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Der Hafen von Algier. © GTZ 2004.

Algeriens Wirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und ist mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. In den vergangen Jahren wuchs diese Volkswirtschaft bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 32 Millionen Menschen und bei einem Bevölkerungswachstum von rund drei Prozent unstetig und zu langsam. Die hohe Arbeitslosigkeit von 25 Prozent (2006) stellt eine enorme Belastung für Staat und Gesellschaft dar. 72 Prozent der Arbeitslosen sind unter 30 Jahre alt, von diesen sind zwei Drittel unterqualifiziert. Die angestrebte Schaffung einer euro-mediterranen Freihandelszone bis 2017 stellt die algerischen Unternehmen außerdem vor eine weitere große Herausforderung: Sie müssen sich international wettbewerbsfähig machen und dafür ihre Produktivität erhöhen und die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen verbessern.

Die deutsch-algerische Zusammenarbeit hat sich folglich zum Ziel gesetzt, am Aufbau einer sozialen Marktwirtschaft mitzuwirken. Angestrebt wird dadurch die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen durch die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie die Vermittlung arbeitsmarktrelevanter Kompetenzen in der beruflichen Bildung. Die Stärkung der Leistungsfähigkeit algerischer Unternehmen, insbesondere der KMU, soll darüber hinaus durch die gezielte Förderung ihrer Innovationskapazitäten erreicht werden. Konkrete Ansatzpunkte der Unterstützung sind:

  • Erhöhung von Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität mittelständischer Unternehmen durch Beratung des KMU-Ministeriums bei der Steuerung und Umsetzung des nationalen Mise à Niveau-Programmes
  • Aufbau eines Dienstleistungsmarktes für KMU-Beratung
  • Verbesserung des Zuganges von KMU zu angepassten Finanzdienstleistungen
  • Stärkung der Verbände zur Wahrnehmung ihrer Mittlerfunktion zwischen Staat und Unternehmen
  • Förderung einer kooperativen beruflichen Bildung.

Folgende Projekte werden zurzeit durchgeführt:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
  • Förderung des Verbandswesens
  • Förderung der Lehrlingsausbildung

Die Erfolge der deutsch-algerischen Zusammenarbeit im Schwerpunkt „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ zeigen sich bereits in einer verbesserten Qualität der Lehrlingsausbildung. Ferner konnten Verbände im Rahmen von Managementworkshops ihre Kommunikationspolitik verbessern, ihre Dienstleistungsangebote überarbeiten und ihre Organisationsstruktur effizienter gestalten.


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