Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Umweltnetzwerk der maghrebinischen Unternehmen und VerbändeProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Umweltnetzwerk der maghrebinischen Unternehmen und Verbände
AusgangssituationDie Maghrebländer Algerien, Marokko und Tunesien befinden sich in einem Prozess der politischen und wirtschaftlichen Annäherung an die Europäische Union (EU). Tunesien und Marokko haben Freihandelsabkommen unterzeichnet, Algerien ein solches paraphiert. Dieser Abbau von Handelsbeschränkungen führt zu steigenden Herausforderungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Sie werden sich einerseits einem verstärkten Wettbewerb auf dem Binnenmarkt stellen müssen, andererseits müssen sich exportierende KMU immer mehr an europäischen Umwelt- und Qualitätsstandards ausrichten. Nachholbedarf besteht insbesondere bei der Umsetzung von Umwelt- und Qualitätsstandards in den Unternehmen. Verbände und andere Institutionen können die Unternehmen dazu nicht ausreichend beraten, weil sie zu geringe Sachkenntnisse haben und in jedem Land isoliert arbeiten. Ungenügende Kenntnisse über Umwelt- und Ökoeffizienz sowie ein (historischer) Mangel an Süd-Süd-Kooperationen im Mittelmeerraum, besonders im Maghreb, führen dazu, dass der Erfahrungsaustausch und die regionale Kooperation zwischen den Verbänden der einzelnen Maghrebländer schwach entwickelt sowie Umwelt- und Qualitätsstandards für KMU wenig bekannt sind. ZielDurch das Umweltnetzwerk der maghrebinischen Unternehmen und Verbände (Réseau des Entreprises Maghrébines pour l'Environnement – REME) sind die auf die Privatwirtschaft der Länder ausgerichteten Institutionen stärker miteinander vernetzt. Für den lokalen Umweltschutz und eine exportorientierte Wirtschaft relevante Standards und Instrumente sind den Mitgliedern bekannt, Wissenstransfer in kleine und mittlere Unternehmen der Region wurde initiiert. VorgehensweiseDas Umweltnetzwerk der maghrebinischen Unternehmen und Verbände (Réseau des Entreprises Maghrébines pour l'Environnement – REME) hat seine Arbeit nach Industriesektoren organisiert. Gegenwärtig sind es vier: Chemieindustrie, Nahrungsmittelindustrie, Bauwirtschaft und nachhaltiger Tourismus. In jedem Sektor wurde mithilfe der Sektorverbände eine Expertenarbeitsgruppe eingerichtet, deren Mitglieder aus den Maghrebländern kommen. Jede Arbeitsgruppe definiert und plant mit Unterstützung von internationalen Experten die dringlichsten, allen drei Ländern gemeinsamen Maßnahmen. Neben Analysen, gemeinsamen Fortbildungen, Informationsveranstaltungen und Messebesuchen steht der Austausch von Erfahrungen im Vordergrund. Jeder Sektor soll darüber hinaus ein Modellprojekt entwickeln, das im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Privatwirtschaft (Public Private Partnership – PPP) umgesetzt werden kann. Neben der Arbeit innerhalb der Sektoren wird auch die horizontale Vernetzung der Industrieverbände der drei Länder mit anderen regionalen Vereinigungen, beispielsweise dem Maghrebinischen Unternehmerverband, im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten vorangetrieben. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeRund dreihundert Unternehmen und Experten sind mittlerweile Mitglied im Umweltnetzwerk REME. Sektorale Arbeitsgruppen sind eingerichtet und tauschen sich regelmäßig aus. Zwanzig lokale Berater sind in der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) geschult worden und wenden ihr Wissen in Unternehmen an. Vierzig Architekten und Bauingenieure haben an einer umfassenden Fortbildung zur Energieeffizienz teilgenommen. Das EU-Programm Invest in Med unterstützt die Aktivitäten im Bausektor von REME. Erste gemeinsame Aktivitäten mit dem maghrebinischen Verband der Landwirte und dem maghrebinischen Unternehmerverband fanden statt. Ein umfangreiches PPP-Projekt zur Umsetzung von betrieblichen Umweltnormen wird für 2010 vorbereitet. Anfang 2010 wird im Internet eine interaktive Plattform mit Umweltinformationen für Unternehmen gestartet. Download
Weiterführende Informationen
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