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Frau Alexandra Hilbig
E-Mail: alexandra.hilbig@giz.de

Regionale Zusammenarbeit ausgewählter arabischer Staaten im Bereich der beruflichen Bildung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionale Zusammenarbeit ausgewählter arabischer Staaten im Bereich der beruflichen Bildung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästinensische Gebiete, Syrien (Projektsitz: Syrien)
Politischer Träger: Regionalrat aus Vertretern von Ministerien und Einrichtungen der Privatwirtschaft der beteiligten Länder
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2011

Ausgangssituation

Aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen wie niedrige Produktivitätsniveaus der Unternehmen, geringe Innovationskraft, Marginalisierung des Privatsektors, ein wachsender informeller Sektor und fehlende Integration in die Weltmärkte sind immer mehr Länder der Region bestrebt, ihre Volkswirtschaften zu reformieren und leistungsfähiger zu machen. Im Fokus stehen dabei besonders die Entwicklung und Qualifizierung von Beschäftigten und die Reform der beruflichen Bildung.

Gleichzeitig bieten die vorhandenen Berufsbildungssysteme der beteiligten Länder Schulabgängern und anderen Ausbildungssuchenden nur unzureichende Möglichkeiten für moderne Ausbildungen. Da Lehrgänge selten am Bedarf der Industrie und des Arbeitsmarktes ausgerichtet sind, werden die ausgebildeten Fähigkeiten kaum auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt. Die für die Reformen der Berufsbildungssysteme notwendigen kompetenten Institutionen sowie Fach- und Führungskräfte sind nicht ausreichend vorhanden.

Ziel

Das Projekt ist darauf ausgerichtet, institutionelle Reformen im Bereich der beruflichen Bildung sowie die Verbesserung der Ausbildungsqualität zu unterstützen. Dadurch sollen auf lange Sicht Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum erreicht werden, wobei besonderes Augenmerk auf die verbesserte Einsetzbarkeit von und ein erhöhtes Arbeitsplatzangebot für Berufseinsteiger gelegt wird.

Um dies zu erreichen, sollen die Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der für die nationalen Reformen der beruflichen Bildung zuständigen Institutionen und des Personals in den beteiligten Ländern durch das regionale Berufsbildungsnetzwerk erhöht werden.

Vorgehensweise

Das Projekt gehört zum Förderschwerpunkt „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ und ist als länderübergreifender und sektoraler Beratungs- und Kooperationsansatz komplementär zu den Reform- und Entwicklungsstrategien der beteiligten Länder konzipiert.

Durch die Einrichtung eines regionalen Netzwerkes sollen Institutionen und Einzelpersonen aus Politik, Management und Umsetzungsebene der beteiligten Länder eine gemeinsame Plattform für den regionalen Austausch von Wissen, Erfahrungen und Informationen bezüglich der Reformierung der beruflichen Bildung erhalten. Diese Vernetzung hilft, die jeweiligen nationalen Bemühungen zu erkennen, diese wechselseitig zu verstärkten und so einen Mehrwert für alle Beteiligten enstehen zu lassen. Durch die länderübergreifende Kooperation im Rahmen des Netzwerks werden vordringliche Themen gemeinsam identifiziert, aufbereitet und deren Ergebnisse verbreitet. Das Netzwerk wird von einem Regionalrat, einem Steuerungskommittee sowie von Gremien in den einzelnen Ländern koordiniert.

Die vereinbarten Arbeitsschwerpunkte sind die Konsolidierung des regionalen Netzwerks, die regionale Anwendung der „Arab Occupational Classification Standards (AOC)“ - eine arabische Berufsgruppeneinteilung sowie die Qualifikation von Multiplikatoren für berufliche Bildung durch Trainingsmaßnahmen. Dazu werden zielgruppenspezifische Seminare und Workshops sowie Regionalkonferenzen durchgeführt, unter anderem zur Kooperation zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor, zur Nutzung der Berufsgruppeneinteilung und zum allgemeinen Ansehen der beruflichen Bildung.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Grundlegende Strukturen für eine aktive Verwaltung und Koordination des regionalen Netzwerkes sind geschaffen. Im Zuge der länderübergreifenden Kooperation wurden regionale Gremien errichtet, die den Austausch von Informationen und Erfahrungen über Reformbestrebungen steuern. In Arbeitsgruppen bearbeiteten Experten aus den beteiligten Partnerländern bisher unter anderem die Arab Occupational Classification Standards (AOC), ein Glossar für Begriffe der Curriculumentwicklung (Arabic Glossary for TVET Curricula Terms) sowie eine vergleichende Studie zur Situation der Weiterbildung für Praxislehrer (Comparative Study on In-Service Teacher Training).

Es wurde zudem begonnen, verstärkt Multiplikatoren für die Qualifizierung von Lehrern und Ausbildern verschiedener Fachrichtungen heranzubilden.

Weiterführende Informationen


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