Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Reform des ägyptischen BerufsbildungssystemsProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Reform des ägyptischen Berufsbildungssystems (Technical and Vocational Education and Training – TVET)
AusgangssituationDie private Wirtschaft hat in Ägypten bisher nur geringen Einfluss auf Entscheidungs-, Umsetzungs- und Reformprozesse. Staatliche Dominanz und Orientierung der Zielgruppen ausschließlich an Zertifikaten behindern die Ausrichtung beruflicher Bildung am Bedarf des Arbeitsmarktes. Die Wirtschaft ist mit der Qualität der Ausgebildeten nicht zufrieden. ZielDie Wettbewerbsfähigkeit der ägyptischen Wirtschaft und die Berufsaussichten der Absolventen sind durch die Reform des beruflichen Bildungssystems verbessert. VorgehensweiseDie Europäische Union unterstützt durch die Arbeit von GTZ International Services (GTZ IS) die ägyptische Regierung bei der Formulierung und Umsetzung der nationalen Reformpolitik für Berufsbildung. Das Projekt setzt auf drei Ebenen an:
Das Projekt fördert die Berufsbildungsreform und wirkt unmittelbar auf die qualitativen und quantitativen Aus- und Weiterbildungsergebnisse ein. Es trägt in den drei wichtigsten genannten Wirtschaftsektoren zur Qualifizierung von Ausbildern, Fach- und Führungskräften auf unterer und mittlerer Ebene und des Managements der Qualifizierungseinrichtungen bei. Das Projekt führt entsprechende Pilotmaßnahmen in ausgewählten Standorten und Berufsbildungseinrichtungen durch. Diese werden mit ägyptischen und EU-Finanzmitteln auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die Privatwirtschaft und Bildungseinrichtungen werden in sektoralen und lokalen Entwicklungspartnerschaften in die Pflicht genommen und aktiv an der Reform beteiligt. Aus- und Weiterbildung werden direkt am Bedarf der Wirtschaft orientiert und von den Partnerschaften kontrolliert. Das Projekt fördert berufspädagogische, didaktische und technologische Innovationen und leistet einen Beitrag zur Entwicklung von Finanzierungsmodellen. Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung ist ein Schlüsselbereich. Die nationale Reformplattform wird dabei eine zentrale Steuerungsfunktion übernehmen. GTZ IS trägt die Gesamtverantwortung für das Management des EU-Beitrags und des bildungspolitischen Beitrags. Insgesamt sind mehr als sechzehn europäische und ägyptische Unternehmen am Projekt beteiligt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeEin Nationaler Rat (ITC) für die Reform der Berufsbildung wurde geschaffen. In fünf Schlüsselsektoren (Bekleidung, Baustoffe, Holzbearbeitung, Maschinenbau, Lebensmittel) wurden Pilotmaßnahmen zur Reformierung der Berufsbildung durchgeführt und damit eine umfangreiche Umstellung in Betrieben und Institutionen eingeleitet. Mit einem Training-of-Trainers-Programm wurden mehr als 300 Lehrer und Ausbilder qualifiziert, Lehr- und Lernmittel erstellt sowie innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen initiiert. Mehr als zwanzig neue Ausbildungseinrichtungen für Textil und Bekleidung sowie die genannten Schlüsselsektoren wurden eingerichtet und etwa 10.000 Arbeiterinnen und Arbeiter ausgebildet. Weit über 80 Prozent der ausgebildeten Fachkräfte im Bekleidungssektor sind Frauen. Weiterführende Informationen
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