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Die GTZ im Jemen

Karte Jemen, Maghreb und Naher Osten. © GTZ 2004.

Jemen ist ein Schwerpunktpartnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Pilotland im von der Bundesregierung beschlossenen Aktionsprogramm zur Halbierung extremer Armut bis zum Jahr 2015. Die GTZ führt im Auftrage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit 1969 vielfältige Projekte in den meisten Gouvernoraten des Landes durch.

Jemen ist international als eines der am wenigsten entwickelten Länder eingestuft und ist mit zahlreichen entwicklungshemmenden Problemen konfrontiert. Dazu gehören ein hohes Bevölkerungswachstum von drei Prozent, eine extreme Wasserknappheit, ein leistungsschwaches Bildungssystem, eine hohe Analphabetenrate besonders bei Frauen und ein ungenügender Zugang zu Gesundheitsdiensten. Frauen sind in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung benachteiligt. 42 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und 18 Prozent in absoluter Armut. Die Privatwirtschaft entwickelt sich langsam, und die Arbeitslosigkeit ist hoch.

Vor diesen Hintergründen konzentriert sich die Arbeit der GTZ, nach Abstimmung zwischen den deutschen und jemenitischen Regierungen in den bilateralen Regierungsverhandlungen, derzeit auf folgende Schwerpunkte:

  • Wasser
  • Grundbildung

Das GTZ-Büro in Sana'a. Foto: Yasmin Rabiyan

Wichtige Bereiche unserer Arbeit außerhalb unserer Schwerpunkte sind zudem Gesundheit, Wirtschaftsreform und Aspekte Guter Regierungsführung. Darunter werden auch sektorenübergreifende Themen wie Konfliktbearbeitung und Gleichstellung der Geschlechter/ Genderfragen querschnittsmäßig in den deutschen Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit behandelt – stets mit Blick auf das übergreifende Ziel der Armutsminderung. Die Partizipation der Bevölkerung, Stärkung der Zivilgesellschaft und die Unterstützung des Dezentralizierungsprozesses stellen die wichtigsten Herausforderungen für die Entwicklungszusammenarbeit dar.

Seit 1983 ist die GTZ mit einem eigenen Büro in Sana'a vertreten, seit 2004 teilt sie sich ein Bürogebäude mit der KfW Entwicklungsbank (siehe Foto).


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