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Marokko: Innovation erhöht Wettbewerbsfähigkeit bei Klein- und MittelunternehmenInnovationspartnerschaften sorgen für geringere Produktionskosten und verbesserte Produktqualität „Innov’Act“ habe die Produktionskosten reduziert, die Produktqualität verbessert und zu Innovationen im Unternehmen beigetragen, so Hachmi Chenik, der Technische Direktor der marokkanischen Firma ITEX. Das Textil-Unternehmen, das 80% seiner Produkte ins Ausland exportiert, nimmt seit Ende 2007 an dem Förderprogramm „Innov’Act“ teil. Seitdem ist es ITEX mit Unterstützung eines marokkanischen Wissenschaftlers gelungen, den Färbeprozess der Textilien derart zu verbessern, dass der Energieverbrauch um 15%, die Färbermittel um 20% und der Wasserverbrauch im Produktionsprozess um 50% reduziert werden konnte. Die Firma steht stellvertretend für rund 20 Unternehmen, die in Marokko erstmalig von einem Innovationsförderprogramm für Klein- und Mittelunternehmen profitieren. Die GTZ hat “Innov’Act“ im Auftrag des BMZ und in Kooperation mit der International Finance im Rahmen des marokkanisch-deutschen Programmes “Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der marokkanischen Wirtschaft entwickelt und umgesetzt. Die Nationale Förderungsagentur für Klein- und Mittelunternehmen ANPME ist ein weiterer Partner des Förderprogramms. „Innov’Act“ unterstützt die Bildung von Innovationspartnerschaften zwischen marokkanischen Klein- und Mittelunternehmen und der Wissenschaft, die gemeinsam Innovationsprojekte mit einer Dauer von etwa zwei Jahren Dauer durchführen. Dafür gibt es einen finanziellen Zuschuss von bis zu 18.000 Euro sowie die Übernahme der Lohnkosten für einen Innovationsmanager aus einer Forschungsinstitution. Der Wissenschaftler arbeitet als Projektleiter direkt im Unternehmen. Die Klein- und Mittelunternehmen beteiligen sich mit Kosten von mindestens der Höhe des Zuschusses. Die meisten beteiligten Klein- und Mittelunternehmen kommen aus dem Nahrungsmittelsektor, dem Chemiebereich, der Textilbranche und dem Handwerk. Erste Erfahrungen mit “Innov’Act“ zeigen positive Beschäftigungseffekte in den beteiligten Unternehmen, die neben dem Projektleiter jeweils 1-2 Projektmitarbeiter eingestellt haben. Mehr als die Hälfte der Unternehmen will diese Mitarbeiter nach Projektende unbefristet weiter beschäftigen. Dies stelle eine erfreuliche und nachahmenswerte Entwicklung für Marokko dar, einem Land, in dem die Mittelmanagementstruktur weitgehend fehlt, so Frank Dubert, GTZ-Berater für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Das zuständige marokkanische Ministerium hat im aktuellen Haushalt erstmalig ein Budget für die kontinuierliche Unterstützung von Innovationspartnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bereit gestellt. 20. Juli 2009 |