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Marokko: ökoeffizientes WirtschaftenDie Produktionskosten für eine Waschmaschine oder einen Kochherd senken, die Umwelt schonen und dabei nicht die komplette Produktion umstellen müssen: Geht das überhaupt? „Letztendlich war das einfacher, als wir dachten, und wir mussten nicht einmal Abstriche bei der Qualität machen“, bestätigt Abdelali El Kettani, Qualitätsbeauftragter der marokkanischen Firma Manar. Seit 1957 stellt das Unternehmen Haushaltsgeräte her und benötigte dafür Unmengen an Wasser – auch in Marokko ein kostbares und teures Gut. Mit Hilfe der Experten vom Programm Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der marokkanischen Wirtschaft, das die GTZ im Auftrag des BMZ durchführt, ist es Manar jetzt gelungen, den Wasserverbrauch für die Produktion um 20 Prozent zu senken. „Noch besser sieht es bei den Energiekosten für die Produktion aus, die um mehr als die Hälfte reduziert werden konnten, erläutert GTZ-Teamleiter Frank Dubert. Diese Ersparnis könne Manar nun an seine Kunden weitergeben und steigere so über den Verkaufspreis seine Wettbewerbsfähigkeit.
(Bild: Je effizienter die einzelnen Produktionsschritte wie etwa Zuschnitt und Lackierung gestaltet sind, desto weniger Energie wird benötigt. Das spart Kosten und schont die Umwelt. Foto: GTZ-Marokko) Das Schlagwort für diese Form der Unternehmensberatung ist „Profitables Umweltmanagement“. „Gemeinsam mit unserem Partner ANPME, der marokkanischen Förderagentur für Klein- und Mittelunternehmen, haben wir ein modulares Qualifizierungskonzept entwickelt“, sagt Dubert. „Bei den Firmen, die sich an uns wenden, nehmen wir zu Beginn jeden Produktionsschritt unter Umweltgesichtspunkten genau unter die Lupe.“ So sei bei dem Haushaltsgerätehersteller Manar deutlich geworden, dass die Investition in eine neue Anlage zur Aufbereitung des Brauchwassers sich in kürzester Zeit amortisieren würde. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch Trainings am Arbeitsplatz und Workshops, bei denen die teilnehmenden Unternehmen ihre Erfahrungen austauschen können. Insgesamt haben bereits mehr als 40 Firmen an dem Beratungsprogramm teilgenommen. Darüber hinaus erhielten bereits 10 marokkanische Techniker und Technikerinnen eine Zusatzausbildung als Trainer für profitables Umweltmanagement. „Schließlich ist es unser Ziel, Marokko beim ökoeffizienten Wirtschaften weitgehend unabhängig von internationalen Experten zu machen“, betont Dubert. Die von der GTZ ausgebildeten Umwelttechnikerinnen und -techniker waren bereits bei 24 marokkanischen Unternehmen im Einsatz, und bei der Förderagentur ANPME wird profitables Umweltmanagement künftig ein fester Bestandteil des Leistungsspektrums sein. |