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Schwerpunkte in Syrien

Wasser und Umwelt

Syrien sieht sich großen Herausforderungen bei der Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und der Bereitstellung quantitativ und qualitativ ausreichender Ressourcen für die Landwirtschaft gegenüber. Über 90 Prozent der vorhandenen Wasserressourcen werden in der Landwirtschaft verwendet, aus der etwa 25 Prozent der Bevölkerung ihr Einkommen beziehen. Die Einleitung von ungereinigten Abwässern in die bestehenden Gewässer führt zu einer Gefährdung der Agrarproduktion und der Trinkwasserversorgung. Die Übernutzung der Wasserressourcen hat bereits zu einem deutlichen Sinken der Grundwasserspiegel geführt. In einigen Landesteilen ist die Übernutzung so groß, dass die traditionelle Landwirtschaft gefährdet ist.

Ziel der Technischen Zusammenarbeit mit den syrischen Partnern ist es daher, durch einen integrierten Ansatz zum Wasserressourcenmanagement (einschließlich der Nutzung eines geeigneten Preis- und Subventionsmechanismus) die Lage bei der Versorgung mit Trinkwasser und der Bereitstellung von Wasserresourcen für die Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern. Die GTZ unterstützt die syrischen Partner hierbei durch die Entwicklung von Investitionsvorhaben für die Abwasserreinigung und die Trinkwasserversorgung, die Entwicklung strategischer Ansätze für die Investitionsvorhaben und den organisatorischen Aufbau des Sektors. Die Maßnahmen werden durch ein Trainingsprogramm für syrische Fachkräfte ergänzt.

In einem Sektordialog und einem gemeinschaftlichen Assessment des Wassersektors wurden Aktionsfelder zur Reform des Wassersektors identifiziert. Ein weiteres Arbeitsfeld wird deshalb zukünftig die Verbesserung des Informationsmanagements für die Aufarbeitung der notwendigen hydrologischen Daten und die Zusammenführung der zersplitterten Zuständigkeiten der syrischen Ministerien und nachgeschalteten Behörden sein.

Es ist geplant, die Projekte in einem Programm zur Unterstützung des syrischen Wassersektors zusammenzufassen. Ein berufliches Netzwerk zur Verbesserung des Wissenstransfers zwischen den im Sektor arbeitenden syrischen Fachkräften soll etabliert und unterstützt werden. Der Beginn eines Vorhabens zur Verbesserung des Managements von zwei lokalen Versorgungsunternehmen ist für 2005 geplant. Ebenfalls ist ein Kooperationsvorhaben mit der Privatwirtschaft zur Errichtung einer Pflanzenkläranlage in Vorbereitung (Public Private Partnership, PPP). Hierbei soll die Entwicklung einer syrischen Umweltindustrie unterstützt werden.

Folgende Projekte werden durchgeführt:

  • Beratung des Ministeriums für Wohnungsbau und Bauwirtschaft,
  • Beratung des Bewässerungsministeriums (in Vorbereitung), 
  • Beratung der Trinkwasserversorgungsunternehmen in Aleppo und Damaskus Land (in Vorbereitung).


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