GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
GIZ Weltweit > Mittelmeer und Mittlerer Osten > Jordanien > Schwerpunkte

Schwerpunkte in Jordanien

Gewächshaus im Jordantal. © GTZ 2004.

Wasser, wasserbezogener Umwelt- und Ressourcenschutz

Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Gleichzeitig ist das Bevölkerungswachstum mit fast drei Prozent sehr hoch. Seit den 1980er-Jahren übersteigt der Wasserverbrauch die bereitstehenden Ressourcen, sodass der Grundwasserspiegel dramatisch sinkt. Allein die Landwirtschaft verschlingt 70 Prozent des vorhandenen Wassers und gefährdet dadurch Quantität und Qualität der Wasserversorgung für Bevölkerung und Industrie.

Die deutsch-jordanische Zusammenarbeit unterstützt daher eine nachhaltige, integrierte Wasserwirtschaft. Die Arbeit des Wasserprogramms, das die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführt, konzentriert sich auf das Jordantal und die mittleren Gouvernorate. Die Konkurrenz bei der Nutzung des Wassers als Trinkwasser, in der Bewässerungslandwirtschaft und in der Industrie wird hier besonders deutlich.

Schwerpunkte des Wasserprogramms sind:

  • Institutionelle Strukturreform und vermehrte Privatsektorbeteiligung
  • Nachhaltige Verwendung von gereinigtem Abwasser
  • Verbesserung des Betriebsmanagements von Wasserversorgung und Abwassersystemen
  • Integriertes Daten- und Informationsmanagement
  • Erhöhung des öffentlichen Bewusstseins für den nachhaltigen Umgang mit den knappen Wasserressourcen

Mit den anderen deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, die sich im jordanischen Wassersektor engagieren, arbeitet die GTZ eng zusammen. Vorhandenes Know-how und Ressourcen werden so bestmöglich genutzt und verstärken sich gegenseitig.

Im bilateralen, multilateralen und internationalen Geberkreis ist die GTZ durch den Vorsitz der UNDP-Gebergruppe „Wasser“ federführend.

Erfolge der deutsch-jordanischen Zusammenarbeit zeigen sich unter anderem an folgenden Beispielen:

  • Erhöhung der Einkünfte der staatlichen Trinkwasserversorger in den mittleren Gouvernoraten
  • Verbesserung der Wasserversorgung durch Überführung von staatlichen Wasserbehörden in private Wasserbetreiber in öffentlicher Hand
  • Verbessertes Monitoring bei der Nutzung von gereinigtem Abwasser in der Landwirtschaft im Jordantal
  • Reduzierung des Frischwasserverbrauchs durch Einführung von Grauwasseranlagen
  • Verbesserte Wasserverteilung durch Übergabe der Verantwortung für die Wasserverteilung vom staatlichen Versorger auf Nutzergruppen in der Bewässerungslandwirtschaft im Jordantal
  • Verbesserte langfristige Planung des Wassersektors durch Nutzung von digitalen Planungswerkzeugen in der nationalen Wasser-Rahmenplanung des Wasserministeriums sowie durch Einführung von Instrumenten zur Raumplanung unter besonderer Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Aspekte


Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login