GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

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Themen > Regionale Themen > Lateinamerika und Karibik > Koordinationsstelle Indigene Völker Lateinamerika > Hintergrund > Die deutsche EZ

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Indigenen Völkern in Lateinamerika

Die Zusammenarbeit mit indigenen Völkern in Lateinamerika stellt einen wesentlichen Bestandteil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit dar:

  • In den meisten lateinamerikanischen Ländern sind indigene Völker die am stärksten benachteiligte Bevölkerungsgruppe und in besonderem Maße von Armut betroffen. Für eine effektive Armutsbekämpfung ist deshalb die Unterstützung indigener Völker zwingend notwendig.
  • Im Rahmen der Demokratieförderung in plurikulturellen und multiethnischen Gesellschaften kommt der Stärkung eines multikulturellen Dialogs und der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft unter Einbeziehung der unterschiedlichen ethnischen Gruppen eine besondere Bedeutung zu.
  • Indigene Völker erfahren trotz voranschreitender rechtlicher Reformen immer noch Diskriminierung, werden von ihren Territorien vertrieben, umgesiedelt oder enteignet und verstärkt Opfer von Gewalt. Ihnen gilt im Aktionsplan für Menschenrechte 2010 - 2012 des BMZ weiterhin ein besonderes Augenmerk. Die Entwicklungszusammenarbeit leistet einen Beitrag zur Verwirklichung von politischen, bürgerlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten, einschließlich der Gleichberechtigung der Geschlechter. Im Mai 2011 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das neue Konzept „Menschenrechte in der deutschen Entwicklungspolitik“ vorgestellt. Das für die Institutionen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verbindliche Konzept soll den „Aktionsplan Menschenrechte der Bundesregierung 2010–2012“ für die Entwicklungspolitik umsetzen und die entwicklungspolitischen Aktionspläne für Menschenrechte von 2004 und 2008 ersetzen. 
  • Ungeklärte oder fehlende Landrechte sowie vielfältiger und konfliktreicher Nutzungsdruck führen vielfach zu einer Bedrohung indigener Völker, für die die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Land- und Naturressourcen ihrer traditionellen Lebensräume überlebenswichtig sind.
  • Indigene Völker leisten dank ihres über viele Generationen überlieferten Wissens einen unschätzbaren Beitrag für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt und damit zur Entwicklung und Zukunft unserer Erde.
  • Indigene Sprachen und Kulturen, indigenes Wissen und Organisationsformen sind nicht nur Eigentum der Völker selbst und ein Potenzial für die Entwicklung ihrer Staaten und Gesellschaften, sondern auch gefährdeter Teil des Weltkulturerbes.


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