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Förderung des peruanischen TropenwaldschutzprogrammsProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Förderung des peruanischen Tropenwaldschutzprogramms
AusgangssituationMit dem weltweit viertgrößten Bestand an tropischem Regenwald (etwa 65 Millionen Hektar) ist Peru ein wichtiger Akteur im Kampf um den globalen Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität. Doch die fortschreitende Entwaldung stellt das Land derzeit vor große Herausforderungen: Sie verursacht knapp die Hälfte des landesweiten CO2-Ausstoßes und bedroht den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen. Gründe für die Entwaldung sind die lukrativen Geschäfte mit Tropenholz, dem informellen Goldbergbau und dem illegalen Kokaanbau sowie die Umwandlung von Wald in landwirtschaftliche Nutzflächen. Der Ökotourismus und die nachhaltige Nutzung der Waldressourcen allein bieten keinen ausreichenden Anreiz, um die Entwaldung zu verhindern. Rund 15 Prozent des peruanischen Tropenwaldes befinden sich im Besitz indigener Gemeinschaften, die meist reine Subsistenzwirtschaft betreiben. Die indigenen Gemeinden befinden sich in einem Zwiespalt: Einerseits stellt der Wald ihren traditionellen Lebensraum dar, andererseits treiben finanzielle Engpässe sie dazu, den Wald über seine natürlichen Erneuerungsfähigkeit hinaus auszubeuten. So erwirtschaften sie notwendige finanzielle Ressourcen oftmals zu Lasten des Waldes und seiner Biodiversität: Beispielsweise werden Tropenhölzer und gefährdete Tierarten verkauft oder Wald gerodet, um so landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu gewinnen. Dazu kommt die Ausbeutung des Waldes durch Siedler aus dem Hochland. Ohne finanzielle Unterstützung können die indigenen Gemeinden diesem externen Einfluss nicht entgegenwirken. ZielEine langfristig nachhaltige Politik von Ausgleichszahlungen (konditionierte Transferzahlungen) für die Erhaltung kommunaler Tropenwaldökosysteme ist im Rahmen des peruanischen Tropenwaldschutzprogrammes entwickelt und konsolidiert. VorgehensweiseDas peruanische Umweltministerium entwickelt mit deutscher Unterstützung einen innovativen Ansatz, um die indigenen Gemeinden in der Erhaltung der Tropenwaldökosysteme zu unterstützen. Gemeinden, die den Schutz des Tropenwaldes in ihrem Gebiet sicherstellen, sollen finanzielle Transferleistungen erhalten. Ihre Rolle als Schützer des Klimas und der Biodiversität wird somit anerkannt und ihre Arbeit kompensiert. Die finanziell schwachen Gemeinden können mit diesen Mitteln eigene Investitionspläne umsetzen und langfristig in ihre eigene Entwicklung investieren. |
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