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Frau Christine Brendel
E-Mail: christine.brendel@giz.de

Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Peru, Ecuador, Bolivien und Paraguay

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Peru, Ecuador, Bolivien und Paraguay
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Peru, Ecuador, Bolivien und Paraguay
Gesamtlaufzeit: 2009 bis 2013

Ausgangssituation

Schätzungen zufolge erfährt jede zweite bis dritte Frau in Peru, Ecuador, Bolivien und Paraguay Gewalt, obwohl es in allen vier Ländern gesetzliche Bestimmungen zur Beseitigung von geschlechtsspezifischer Gewalt gibt. Diesbezüglich haben die Länder das das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) sowie die Interamerikanische Konvention für die Prävention, Bestrafung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (Konvention von Belém do Para) ratifiziert, Gewaltschutzgesetze erlassen und ambitionierte Aktionspläne zur Gewaltbekämpfung verabschiedet. Allerdings klaffen große Lücken zwischen den vorhandenen Normen und Gesetzen und deren Umsetzung und Anwendung.

Dabei sind es vor allem Frauen aus den ländlichen Räumen (insbesondere indigene und afroamerikanische Frauen), denen der Zugang zu staatlichen und nicht-staatlichen Dienstleistungen erschwert wird. Die meisten der Gewaltstraftaten gegen Frauen werden nicht angezeigt und entsprechend auch nicht geahndet.  Außerdem mangelt es zum einen an Kapazitäten und zum anderen an Austausch zwischen relevanten staatlichen, nicht-staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren auf regionaler und den nationalen Ebenen. 

Ziel

Ziel des Vorhabens ist es, die Kooperation zwischen staatlichen, nicht-staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren in der Andenregion und Paraguay zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt zu verbessern.

Vorgehensweise

Das Vorhaben besteht aus vier Komponenten:

  1. Verbesserung staatlicher und nicht-staatlicher Dienstleistungen im ländlichen Raum
    Die spezifischen Bedürfnisse von Frauen in ländlichen Regionen werden bei Politiken, Strategien und Maßnahmen der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen durch nicht-staatliche Organisationen und staatliche Institutionen besser berücksichtigt.
  2. Unterstützung bei der Umsetzung nationaler Politiken und Aktionspläne zur Gewaltbekämpfung
    Die relevanten Sektorministerien kooperieren in ausgewählten Themenfeldern bei der Umsetzung der nationalen Aktionspläne zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und tauschen sich dazu regional aus.
  3. Förderung von Unternehmenskultur zur Gewaltbekämpfung
    Ausgewählte private Unternehmen engagieren sich zum Beispiel im Rahmen ihrer Maßnahmen zu corporate social responsibility (CSR) und leisten dadurch einen Beitrag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
  4. Koordination deutscher Ansätze zur Bekämpfung von Gewalt in Lateinamerika
    Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit stimmt ihre Beiträge zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika ab und lässt die Erfahrungen in den Politikdialog einfließen.


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Frau Christine Brendel
E-Mail: christine.brendel@giz.de
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