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Herr Hartmut Paulsen
E-Mail: hartmut-paulsen@giz.de

Gedenkstätte für die Opfer des bewaffneten Konflikts in Peru

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Gedenkstätte für die Opfer des bewaffneten Konflikts in Peru
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Peru
Politischer Träger: Peruanisches Außenministerium, in Zusammenarbeit mit der Comisión de Alto Nivel
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2014

Ausgangssituation

Zwischen 1980 und 2000 wurde Peru besonders durch die terroristische Organisation „Leuchtender Pfad“ (Sendero Luminoso) von einer Welle der Gewalt überzogen. Große Teile der überwiegend indigenen Bevölkerung waren dem internen Konflikt schutzlos ausgesetzt und die Ereignisse haben bis heute tiefe Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Der peruanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission zufolge wurden etwa 70.000 Menschen umgebracht.
Die negativen Auswirkungen der politischen, ökonomischen und sozialen Krise, die einher ging mit einer tiefen gesellschaftlichen Polarisierung, extremer Armut, Machtmissbrauch, sowie einer starken Beschneidung der demokratischen und rechtsstaatlichen Rechte, sind noch keineswegs bewältigt.
Die gerichtliche Verfolgung und juristische Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen kommt nur langsam voran. Es mangelt vor allem an einer institutionellen Verankerung von Strategien zur Verfolgung und Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen bei der Staatsanwaltschaft, Polizei und Justiz. Zudem blockieren Polizei und Militär Ermittlungen in den eigenen Reihen und die politische Elite beginnt ein gewisses Desinteresse für das Thema zu entwickeln.

Neben der strafrechtlichen Verfolgung hat die Wahrheits- und Versöhnungskommission die individuelle und kollektive Entschädigung sowie das öffentliche Gedenken an die Opfer und die Wiedergutmachung durch symbolische Akte in den Mittelpunkt ihrer Empfehlungen gestellt. Diese beruhen auf der Erkenntnis, dass die Gleichgültigkeit der Eliten gegenüber den zumeist indigenen Opfern ein großes Hindernis für eine echte Versöhnung der peruanischen Gesellschaft darstellt. Bisher wurden die Empfehlungen der Kommission aber kaum in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Ziel

Auf der Grundlage von Empfehlungen der Wahrheits- und Versöhnungskommission ist eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des internen Konflikts errichtet. Sie leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der vergangenen Gewalttaten sowie zur Respektierung und Sicherung der Menschenrechte und zur Förderung interkultureller Toleranz und einer Friedenskultur innerhalb der peruanischen Gesellschaft.

Vorgehensweise

Das Projekt

  • berät und unterstützt Planung, Bau und Inbetriebnahme der Gedenkstätte sowie die Koordinierung der verschiedenen (internationalen) Geber
  • baut einen Teil der Gedenkstätte,
  • übernimmt Teile der Betriebskosten vom Zeitpunkt der Fertigstellung für fünf Jahre.


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