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Erhalt der Biodiversität im peruanischen Tropenwald unter Klimaschutzaspekten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Erhalt der Biodiversität im peruanischen Tropenwald unter Klimaschutzaspekten
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Land: Peru
Politischer Träger: Peruanisches Umweltministerium (MINAM)
Gesamtlaufzeit: 2009 bis 2012

Ausgangssituation

Peru besitzt mit fast einer Million Quadratkilometer den zweitgrößten Anteil am Amazonasgebiet und die fünftgrößte zusammenhängende Waldfläche weltweit. Sie beträgt 74 Prozent der nationalen Fläche und 14 Prozent des gesamten Amazonasraums. Allein in den letzten zehn Jahren wurden mehr als eine Million Hektar Tropenwald zerstört. Entwaldung trägt zur Hälfte zum Ausstoß von Treibhausgasen in Peru bei. Hauptursachen für die steigende Entwaldungsrate sind der hohe Migrationsdruck in den Amazonasraum und das damit einhergehende Fortschreiten der Agrarfront sowie Straßenerschließung und illegaler Holzeinschlag.
Das Nationale Schutzgebietssystem Perus (SINANPE) stellt circa 19 Millionen Hektar Fläche unter Schutz. Neben Schutzgebieten unter nationaler Verwaltung nimmt die Zahl an regionalen, lokalen oder privaten Schutzinitiativen stetig zu. Ebenso werden Kooperationen zwischen dem Nationalen Schutzgebietsservice und lokalen Gruppen gefördert. Neben der nationalen Verwaltung kommt dadurch den Regional- und Lokalregierungen eine immer stärkere Rolle bei Fragen des Naturschutzes und des nachhaltigen Managements der natürlichen Ressourcen zu. Der Ansatz von Biokorridoren ist in Peru noch sehr schwach entwickelt.

Um die Zugangs- und Nutzungsrechte von indigenen Gruppen zu den natürlichen Ressourcen ihrer Lebensräume sicherzustellen, wurden in Peru bisher sechs sogenannte „Kommunale Schutzgebiete“ ausgewiesen. Das größte kommunale Schutzgebiet „EL SIRA“ wurde im Jahr 2001 gegründet. Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von circa 600.000 Hektar.

Ziel

Die prioritären nationalen Ziele zum Schutz der Biodiversität sowie zum Klimaschutz werden durch die Förderung des Ko-Managements zwischen dem Nationalen Schutzgebietsservice und der NRO ECOSIRA im Hinblick auf die Verwaltung des Schutzgebietes EL SIRA und der angrenzenden Einflusszone im zentralen peruanischen Amazonasgebiet erreicht. 

Vorgehensweise

Das Projekt umfasst drei Komponenten:

  • Schutzgebietsmanagement und Regionalentwicklung
    Unterstützung von Maßnahmen zum Erhalt und der Wiederherstellung der Biodiversität im kommunalen Schutzgebiet EL SIRA und seiner Einflusszone, die sowohl Klima- als auch Biodiversitätsaspekte berücksichtigt.
  • Ökonomische Aktivitäten mit positiven Klimawirkungen
    Erschließung von nachhaltigen, alternativen Einkommensquellen für die Bevölkerung in der Region des kommunalen Schutzgebietes EL SIRA und der angrenzenden Einflusszone, die mit den Zielen des langfristigen Tropenwaldschutzes kompatibel sind und Klimaschutzziele verfolgen.
  • Förderung von Anreiz- und Finanzierungsinstrumenten
    Einarbeitung und pilothafte Umsetzung eines Finanzierungsplans, um das beschriebene Konzept von Schutz und Nutzung der Biodiversität unter Klimagesichtspunkten nachhaltig zu finanzieren. Dabei sollen die relevanten Akteure darin unterstützt werden alle notwendigen Grundlagen zu schaffen, um das Schutzgebiet EL SIRA entsprechend internationaler Standards investitionsbereit zu machen. 


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