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E-Mail: claus.kruse@giz.de

Katastrophenpräventiver Wiederaufbau in Ica und Huancavelica

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Katastrophenpräventiver Wiederaufbau in Ica und Huancavelica (COVIPRED)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Peru
Politischer Träger: Regionalregierung Ica
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Am 15. August 2007 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 (Richterskala) große Teile des Departements Ica sowie der benachbarten Departments Huancavelica und Lima. Über 500 Menschen kamen ums Leben, 13.000 Menschen wurden verletzt, 90.000 Häuser wurden komplett zerstört sowie 44.000 weitere Gebäude stark beschädigt. Insgesamt verloren mehr als 400.000 Menschen ihre Unterkunft. Unzählige Schulen, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen stürzten ein, Wasserversorgungs- und ?entsorgungssysteme brachen zusammen.

Trotz großer Anstrengungen der Regierung wurde bald deutlich, dass lokale und regionale Kompetenzen sowie das Leistungsvermögen zur Bewältigung der Erdbebenfolgen nicht ausreichten und auch die Nothilfemaßnahmen unzureichend koordiniert wurden. Der Einsturz der Gebäude lässt sich zum großen Teil auf mangelhafte Bauqualität, aber auch auf unzureichende Risikozonierung und Raumordnungspläne zurückführen. Insbesondere die Adobehäuser (Lehmziegelhäuser) im ländlichen Raum sind nicht erdbebensicher gebaut und deshalb bei einem Erdbeben ein Risiko für die Bewohner.

Ziel

Die Bevölkerung und ihre wiederaufgebauten Wohnhäuser sind vor den Auswirkungen zukünftiger Katastrophen besser geschützt.

Vorgehensweise

Das Projekt verfolgt auf regionaler und kommunaler Ebene zwei strategische Arbeitslinien:

  • 100 Häuser werden zusammen mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen in erdbebenresistenter Bauweise wiederaufgebaut. Auf Erfahrungen aus zwei Vorgängerprojekten der GTZ (jetzt GIZ) in den Regionen Arequipa und Ica kann dabei zurückgegriffen werden.
  • Das Projekt stärkt lokale und regionale Kompetenzen sowie die Leistungsfähigkeit des Katastrophenmanagements. Es arbeitet außerdem an der Einführung der Risikoanalyse in der räumlichen und sozioökonomischen Entwicklungsplanung der Behörden.

Das Projekt arbeitet sehr eng mit zwei weiteren Projekten zum Wiederaufbau in der Region zusammen, mit einer Maßnahme des Studien- und Fachkräftefonds (SFF) sowie einem EU-Vorhaben, das von GIZ International Services umgesetzt wird. Durch die gemeinsamen Bemühungen wird die Wirkung der deutschen und europäischen Einwicklungszusammenarbeit erhöht.


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