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E-Mail: giz-brasilien@giz.de

Schutz und nachhaltige Nutzung des Waldes und der Biodiversität in der Amazonasregion

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz und nachhaltige Nutzung des Waldes und der Biodiversität in der Amazonasregion
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Directoraat-Generaal Internationale Samenwerking (DGIS) der niederländischen Regierung
Land: Mitgliedsstaaten des Amazonaspakts OTCA: Bolivien, Brasilien, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam, Venezuela
Politischer Träger: Organização do Tratado de Cooperação Amazônica (OTCA) mit Sitz in Brasilia
Gesamtlaufzeit: Januar 2007 bis Dezember 2012 (geplant)

Ausgangssituation

In der Amazonasregion befindet sich das weltweit größte zusammenhängende Regenwaldgebiet. Das einzigartige Ökosystem beherbergt einen großen Teil der pflanzlichen und tierischen Biodiversität sowie 28 Prozent des Süßwassers der Erde und beeinflusst wesentlich das Weltklima. Gleichzeitig ist Amazonien Lebens- und Wirtschaftsraum einer kulturell vielfältigen Bevölkerung.

Mit der Erschließung wurde Amazonien zunehmend einer Nutzung von Holz und Bodenschätzen unterworfen, die stark zerstörende Wirkungen hat (so genannte "extraktive Nutzung"). Nationale Eigeninteressen, wiederkehrende Konflikte zwischen einzelnen Ländern und vor allem die wirtschaftliche und politische Macht einzelner Akteure haben eine länderübergreifende Abstimmung zur nachhaltigen Nutzung des Amazonasraums unter Berücksichtigung seiner Besonderheiten bisher erschwert. Die derzeitige Inkohärenz der Entwicklungspolitiken der einzelnen Amazonasstaaten leistet der Ausbeutung der Region weiter Vorschub und verhindert den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Naturressourcen im Amazonasraum. Den Anrainerstaaten fehlt eine gemeinsame Vision zur Entwicklung Amazoniens als Wirtschafts-, Lebens- und Naturraum.

Nur ein grenzüberschreitender Ansatz, der alle Interessengruppen zusammenbringt und gemeinsames Handeln ermöglicht, und eine länderübergreifende Politik können die Voraussetzungen für den Erhalt des Waldes im Amazonasraum verbessern. Als einzige zwischenstaatliche Organisation im Amazonasraum verfügt die Organização do Tratado de Cooperação Amazônica (OTCA) über das politische Mandat, einen solchen Prozess zu steuern.

Ziel

Das General­sekretariat der OTCA und weitere für die Zusammenhänge relevante Organisationen, Institutionen und Netzwerke bewirken die Formulierung und Umsetzung einer kohärenten, am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierten länderübergreifenden Natur­ressourcenpolitik für den Amazonasraum.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt die OTCA bei der für die Entwicklung einer länderübergreifenden Ressourcenpolitik erforderlichen Diskussions- und Abstimmungsprozesse und berät inhaltlich zu folgenden Themen und Fragen:

  • Schutz und nachhaltige Nutzung der erneuerbaren Naturressourcen
  • Integration und regionale Wettbewerbsfähigkeit
  • Wissensmanagement und Technologietransfer 
  • Förderung eines institutionellen Umfelds, das die Umsetzung der politischen Vereinbarungen im regionalen und nationalen Kontext gewährleistet.

Dabei wird von folgendem Verständnis der Zusammenhänge ausgegangen:

  • Naturschutz und Umweltaspekte müssen integraler Bestandteil einer Raumordnungspolitik für den Amazonasraum sein, um kommerzielle Nutzung, Infrastrukturentwicklung und den Schutz von Ökosystemen nachhaltig in Einklang zu bringen.
  • Die Bedeutung von Umweltökonomie und nachhaltigen Wertschöpfungsketten ist zu vergrößern, um Umweltbelange als feste Größe der Gestaltung von Wirtschaftspolitik zu etablieren. Dies muss durch die Entwicklung entsprechender Märkte und angemessene Honorierung von Umweltgütern und -leistungen geschehenen, was auch Einkommensmöglichkeiten für lokale und indigene Gemeinschaften schafft oder verbessert.

Da es für den Projekterfolg wichtig sein wird, dass die Ergebnisse von möglichst vielen Beteiligten in verschiedensten staatlichen Stellen sowie auch in Wirtschaftsverbänden und von Vertretern der Zivilgesellschaft akzeptiert und mitgetragen werden, bezieht das Projekt systematisch Ansprechpartner und deren Erfahrungen von der lokalen über die nationale bis hin zur überregionalen Ebene in seine Überlegungen ein. Nur so kann der angestoßene Prozess erfolgversprechend verankert werden.

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