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Herr Dr. Gustavo Wachtel
E-Mail: gustavo.wachtel@giz.de

Nachhaltige ländliche Entwicklung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm nachhaltige ländliche Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Peru
Politischer Träger: Agencia Peruana de Cooperación Internacional (APCI)
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2015

Ausgangssituation

Trotz stabiler makroökonomischer Rahmenbedingungen und eines kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufschwungs lag die Armutsrate in Peru 2009 offiziellen Angaben zufolge bei 35 Prozent. In den ländlichen Gebieten des Landes war die Quote mit rund 60 Prozent weiterhin besonders hoch. Dies liegt unter anderem daran, dass die natürlichen Ressourcen nicht nachhaltig genutzt und zunehmend sogar zerstört werden. Gleichzeitig fehlen alternative Einkommensquellen. Verstärkt auftretende, klimatisch bedingte Naturkatastrophen verschärfen die Situation zusätzlich.

Ziel

Die Lebensgrundlagen der armen Bevölkerung in ausgewählten ländlichen Gebieten sind durch die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen verbessert.

Vorgehensweise

Das Programm fördert die enge Verzahnung von Schutz und nachhaltiger Nutzung der natürlichen Ressourcen. Es umfasst drei komplementäre Komponenten:

  • Ländliche Wirtschaftsentwicklung
    Organisierte kleinbäuerliche Familien in den Programmgebieten werden effizient und gleichberechtigt in Binnen- und Exportmärkte integriert.

  • Management natürlicher Ressourcen und Biodiversität
    Die Regionalregierungen in den Programmgebieten werden bei der Erstellung und Umsetzung von Instrumenten, Methoden und Strategien zur nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen unterstützt.

  • Naturschutzgebiete und Biokorridore
    Ressourcen und Kompetenzen der nationalen Naturschutzbehörde und anderer Akteure regional vernetzte Naturschutzsysteme zu managen, werden gefördert und verbessert.

Die Consultingfirma ARGE ECO / AGEG ist im Vorhaben für folgende Themenbereiche verantwortlich: Umweltkommunikation und -bildung, Mechanismen zur Kompensation von Umweltdienstleistungen, Management nationaler Naturschutzgebiete.

Das Programm ist im Norden Perus, in den Regionen Piura, Cajamarca, Amazonas und San Martin, sowie auf nationaler Ebene tätig. Grundlage ist das gemeinsam mit den peruanischen Partnern erarbeitete Schwerpunktstrategiepapier „Nachhaltige ländliche Entwicklung, Management natürlicher Ressourcen und Klimawandel in Peru“.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Katastrophenrisikomanagement im ländlichen Raum
    Seit 2007 sind Kriterien der Katastrophenrisikoanalyse im nationalen Planungssystem für öffentliche Investitionen des peruanischen Wirtschaftsministeriums gesetzlich verankert. Öffentliche Investitionsentscheidungen werden vorab einer Katastrophenrisikoanalyse unterzogen, risikomindernde Maßnahmen in die Projektplanung und -ausführung integriert. Auf subnationaler Ebene haben die Regionalregierungen in den Programmgebieten durch die Integration von Risikoanalysekriterien ihre Diagnose- und Planungsprozesse verbessert. Derart geplante Projekte weisen eine deutlich geringere Anfälligkeit gegenüber Naturgefahren auf und begünstigen somit die Sicherheit der Projektbeteiligten sowie die nachhaltige Anwendung öffentlicher Finanzmittel.

  • Nachhaltige Wertschöpfung aus natürlichen Ressourcen
    Durch die Steigerung von Produktivität und Qualität der durch das Programm geförderten Produkte, konnten bereits 1.500 Kleinproduzenten im Norden Perus verstärkt in Binnen- und Exportmärkte eingebunden werden. Zudem wurde die Vermarktungsrate landwirtschaftlicher Kulturen verbessert und das Exportvolumen ausgewählter Produkte der einheimischen Biodiversität im Durchschnitt um 184 Prozent, deren Exportwert sogar um durchschnittlich 234 Prozent gesteigert.

  • Ressourcenschutz
    Durch die Schaffung und Förderung von bislang 24 lokalen Schutzgebieten wurde der Ressourcenschutz auf lokaler Ebene vorangetrieben. Gleichzeitig wurden Strukturen erarbeitet, die eine stärke Bürgerbeteiligung beim Management von Naturschutzgebieten ermöglichen.

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