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GIZ Weltweit > Lateinamerika und Karibik > Peru > Schwerpunkte > Ländliche Entwicklung

Nachhaltige ländliche Entwicklung, Management natürlicher Ressourcen und Klimawandel

Armut und soziale Ungleichheit, insbesondere in den ländlichen Regionen Perus, gehören zu den größten Herausforderungen für die Entwicklung des Landes. Trotz der Erfolge, die die peruanische Regierung in den letzten Jahren bei der Armutsbekämpfung erzielt hat, lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten immer noch in Armut.

Als Land mit der viertgrößten Tropenwaldfläche weltweit und einer extrem hohen Biodiversität spielt Peru bei der Lösung internationaler Umwelt- und Klimaprobleme eine zentrale Rolle. Dieser natürliche Reichtum ist jedoch zunehmend durch die Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel gefährdet. Vor allem die ländlichen Gebiete, deren arme Bevölkerung nahezu ausschließlich von der Landwirtschaft abhängig ist, spüren die negativen Auswirkungen. Anhaltende Dürren, rapide schmelzende Gletscher oder klimabedingte Naturkatastrophen wie das verstärkt auftretende Phänomen El Niño sind eine konkrete Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Anpassungsfähigkeit der ländlichen Bevölkerung an die neuen klimatischen Bedingungen ist aufgrund mangelnder Kenntnisse gering. Oftmals trägt die Landbevölkerung selbst – unwissentlich oder aufgrund mangelnder Alternativen – durch unangemessene Nutzung der natürlichen Ressourcen, wie Entwaldung, zur Verschlechterung ihrer Lebensgrundlagen bei.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit leistet einen Beitrag zur Armutsminderung in den ländlichen Gebieten Perus und fördert nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen unter Berücksichtigung des Klimawandels. Die Handlungsfelder „Nachhaltige ländliche Entwicklung“ und „Erhalt der Biodiversität“ sind zweifach miteinander verknüpft:

  • Der Erhalt der Biodiversität ist nur möglich, wenn die Armut insbesondere der ländlichen Bevölkerung nachhaltig gemindert wird. Dazu ist es nötig, den Menschen Alternativen zum gegenwärtigen Raubbau anzubieten, die sie nachhaltig wirtschaftlich und sozial absichern.
  • Gerade in der Biodiversität und den verbliebenen Tropenwaldflächen Perus liegen wichtige ungenutzte ökonomische Potenziale.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert deshalb nachhaltige und innovative Produktionsformen für kleinbäuerliche Betriebe und unterstützt die staatlichen Institutionen bei der Verbesserung der Infrastruktur und der Bereitstellung von Dienstleistungen im ländlichen Raum. Auch das Management und die Verfügbarkeit von Wasser für die landwirtschaftliche Produktion werden durch integriertes Wasserressourcenmanagement gefördert. Ein weiterer Förderbereich ist der Aufbau einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Zum Portfolio des Schwerpunktes gehören außerdem die Konsolidierung und Ausweitung der Schutzgebietssysteme sowie die Verbesserung der Landnutzungsplanung und der Umweltkommunikation.


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