Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen RessourcenIn Nicaragua führt die massive Umwandlung und Zerstörung der Waldflächen durch land- und viehwirtschaftliche Nutzung, illegalen Holzeinschlag und Waldbrände zu einem jährlichen Rückgang der Wälder um etwa 70.000 Hektar. Dazu kommen zyklische Verwüstungen durch Naturkatastrophen wie Hurrikan Felix, der im Jahr 2007 etwa 500.000 Hektar Wald zerstört hat. Ziel sowohl des Umwelt- als auch des Landwirtschaftsministeriums ist eine nachhaltige Entwicklung des Landes in Harmonie mit der Umwelt. Beide Ministerien priorisieren den Walderhalt, die Aufforstung und die Regenerierung forstlicher Ökosysteme. Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit trägt im Rahmen dieses Schwerpunktes dazu bei, bis zum Jahr 2015 in den direkten Einsatzgebieten den Verlust tropischen Waldes und seiner Biodiversität zu verlangsamen. Um dieses Ziel zu erreichen wurde ein Nationales Waldprogramm entwickelt. Mit Ressourcen schonenden agroforstlichen oder ökotouristischen Bewirtschaftungsalternativen in Waldrandgebieten soll der Druck auf die Wälder sowie Entwaldungs- und Umwandlungsprozesse im Biosphärenreservat BOSAWAS, in der Nördlichen Autonomen Atlantikregion (RAAN) und im Pazifikraum vermindert und damit die Entwaldungsrate gesenkt werden. Die im Rahmen von Gemeindeentwicklungs- und Bewirtschaftungsplänen festgeschriebene Waldbewirtschaftung in Natur- und Wasserschutzgebieten und in der vom Hurrikan Felix zerstörten Waldfläche trägt außerdem zur nachhaltigen Nutzung sowie zur Restaurierung degradierter Waldflächen bei. Die somit erhaltenen und gewonnenen und in ihrer Artenvielfalt relativ stabilen Waldökosysteme vermindern die Anfälligkeit der Anwohner gegenüber Naturkatastrophen, erhöhen die Verfügbarkeit und Qualität des Wassers und leisten durch ihre CO2-Speicherung einen Beitrag zum Klimaschutz. Ebenso stellen sie eine nachhaltige Quelle für Einkommen schaffende forstliche und nichtforstliche Produktion dar. Das Zusammenwirken dieser Faktoren ermöglicht eine nachhaltige Lokalentwicklung, die zur Reduzierung der Armut und Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Direkt Begünstigte des Programms sind Gruppen von Frauen und Männern, die das Ökosystem Wald nutzen und damit wesentlich über seine Erhaltung entscheiden: Waldbesitzerinnen und -besitzer, Landwirtinnen und Landwirte, Viehbesitzerinnen und -besitzer in waldnahen Landnutzungszonen sowie indigene Gemeinschaften. Künftig soll die Arbeit auf die gesamte Nördliche Autonome Atlantikregion konzentriert werden. Aus den bisherigen Schwerpunktregionen Río San Juan und Rivas wird sich die deutsche Technische Zusammenarbeit nach und nach zurückziehen. |