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Umweltpolitik und Management natürlicher Ressourcen

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umweltpolitik und Management natürlicher Ressourcen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kolumbien
Politischer Träger: Ministerio de Ambiente, Vivienda y Desarrollo Territorial
Gesamtlaufzeit: Juni 2003 bis Dezember 2006

Ausgangssituation

Zugangs- und Verteilungskonflikete sowie die langjährigen innergesellschaftlichen bewaffneten Auseinandersetzungen in Kolumbien haben zur Übernutzung und Degradierung der natürlichen Ressourcen geführt. Die mangelnde Präsenz und Akzeptanz des Rechtsstaats, Wissensdefizite bei Ressourcennutzern und schwache Behörden bilden zusammen mit der Drogenwirtschaft und der Präsenz bewaffneter Gruppen in ländlichen Gegenden eine explosive Mischung. 

Ziel

Das Programm berät ausgewählte private und öffentliche Akteure dabei, natürliche Ressourcen unter verbesserten sektorpolitischen und institutionellen Rahmenbedingungen nachhaltiger zu bewirtschaften.

Über so genannte „Friedensallianzen“ werden lokale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und Anreize für die ländliche Bevölkerung geschaffen, Einkommen zu erwirtschaften, ohne auf den Drogenanbau zurückgreifen zu müssen. Die beteiligten Institutionen stärken ihre Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit Konflikten. Die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und eine darauf aufbauende selbsttragende Wirtschaftsentwicklung fördern das friedliche Zusammenleben im ländlichen Raum.

Vorgehensweise

Das Vorhaben verbindet den Aufbau einer demokratischen, an politischer Dezentralisierung und Partizipation der Zielgruppen orientierten Umweltpolitik mit der Stabilisierung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe, der Anwendung von Methoden der Konfliktbearbeitung und dem Schutz und der Nutzung natürlicher Ressourcen.

Es berät auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und führt praktische exemplarische Maßnahmen auf lokaler Ebene durch.

Es umfasst vier Komponenten:

  • „Nationale Umweltpolitik“: die für Umwelt- und Ressourcenpolitik und –verwaltung zuständigen Institutionen sollen ihre Aufgaben auf der Basis verbesserter Konzepte und Instrumente wahrnehmen und zur Verminderung von Umweltkonflikten beitragen.
  • Die sektorübergreifende „Kooperation und Vernetzung von Institutionen und Organisationen“ soll sicher stellen, dass Umweltthemen auch bei anderen Sektorpolitiken zunehmend Berücksichtigung finden. Am Beispiel konkreter regionaler und lokaler Interessenskonflikte zwischen verschiedenen Sektoren werden exemplarische Lösungen gesucht und realisiert.
  • Die Komponente „Kenntnisse, methodisches Wissen und Beratung für Mittler- und Zielgruppen“ stellt Lösung für Fragen im Schnittfeld von Ressourcenmanagement und Friedensentwicklung bereit.
  • Die Komponente „Beratung von ländlichen Zielgruppen“ berät private Gruppen und öffentliche Akteure zu Fragen einer nachhaltigen Waldwirtschaft und konservierenden Landwirtschaft sowie beim Umgang mit Konflikten.

Das Programm wird ergänzt durch Maßnahmen zu folgenden übergreifenden Themen:

  • Bearbeitung von Konflikten beim Zugang zu und Nutzung von natürlichen Ressourcen (Mediation)
  • Umweltökonomie als Bestandteil der Resssourcennutzung und einer diesbezüglichen Beratung
  • Umweltinformation und Umweltbildung als flankierende Maßnahmen der Arbeit mit Ziel- und Mittelgruppen.

Mit dem Programm sind zwei weitere GTZ-Projekte in Kolumbien assoziiert:

  • Nationales Forstprogramm
  • Erhaltung der Biodiversität.

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