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Unterstützung der Organisation Amerikanischer Staaten beim Opferschutz in KolumbienProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Unterstützung der Organisation Amerikanischer Staaten beim Opferschutz in Kolumbien
AusgangssituationDie Entwicklung Kolumbiens ist geprägt durch den seit mehreren Jahrzehnten andauernden gewalttätigen innerstaatlichen Konflikt zwischen verschiedenen nichtstaatlichen Gewaltakteuren und den staatlichen Sicherheitskräften. Seit August 2002 gibt es ein staatliches Reintegrationsprogramm für Angehörige der illegalen Gruppen, die sich zum Ausstieg aus dem bewaffneten Kampf und für die Wiedereingliederung in das Zivilleben entscheiden. Zwischen 2002 und 2008 haben sich insgesamt etwa 47.000 ehemalige Kombattanten, darunter 33.000 Angehörige der paramilitärischen AUC (Autodefesas Unidas de Colombia), für die Demobilisierung entschieden. Den Rahmen für die Aufarbeitung der begangenen Verbrechen sowie für Wiedergutmachung und Versöhnung bildet das Gesetz für Gerechtigkeit und Frieden (Ley Justicia y Paz, 975) von 2005. Die Mission der Organisation Amerikanischer Staaten zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien (Misión de Apoyo al Proceso de Paz en Colombia de la Organización de los Estados Americanos – MAPP/OEA) wurde als Antwort auf ein Ersuchen der kolumbianischen Regierung gegründet, um als internationale Friedensmission den Prozess „Gerechtigkeit und Frieden“ in Kolumbien zu verfolgen. Bei der aktiven politischen Verfolgung und beratenden Unterstützung des Prozesses „Frieden und Gerechtigkeit“ ist die MAPP/OEA einer der wichtigsten internationalen Akteure in Kolumbien. ZielDie Arbeit der Mission der Organisation Amerikanischer Staaten zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien (MAPP/OEA) ist beim Opferschutz finanziell gestärkt. Die Opfer haben besseren Zugang zum Prozess „Gerechtigkeit und Frieden“. VorgehensweiseDie MAPP/OEA wurde durch finanzielle Zuwendungsverträge unterstützt, mit denen MAPP/OEA beispielsweise ein Projekt zur Stärkung von Opfergruppen durchführte. Aufgaben waren die Aufklärung über die Rechte der Opfer im Rahmen des Prozesses „Gerechtigkeit und Frieden“, die gegenseitige Annäherung von staatlichen Institutionen und Zivilgesellschaft sowie Vertrauensbildung zwischen den Beteiligten, Sicherstellung der Teilnahme der Opfer am Prozess, Schaffung eines Netzwerks für Opfergruppen und die Entwicklung eines Begleit- und Unterstützungsmodells für Opfer. Seit 2009 wird MAPP/OEA unter anderem bei der Begleitung von Gewalt betroffener Gemeinschaften und Opfer unterstützt sowie bei ihrer Arbeit mit staatlichen Institutionen, um deren Kompetenzen und Leistungsfähigkeit in der Region zu stärken. Weiterhin werden die Opfer betreut und begleitet, um ihren Zugang zum Prozess „Gerechtigkeit und Frieden“ sowie die Nachverfolgung der Wiedergutmachungsprozesse für die Opfer zu gewährleisten. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn zwei Regionen des Landes wurden insgesamt acht Opfervereine gegründet, die gemeinsam mit ausgewählten Repräsentanten führender Organisationen der Zivilgesellschaft und mindestens zwanzig staatlicher Institutionen aktiv am Prozess „Gerechtigkeit und Frieden“ teilnehmen. Es ist ein besonderer Erfolg, dass Institutionen und Zivilgesellschaft an einem Tisch sitzen und gemeinsam über Opferbelange und deren Bedarfe bei der Umsetzung des Gesetzes „Gerechtigkeit und Frieden“ diskutieren. Die Vertreter der Zivilgesellschaft werden als legitime Partner von den staatlichen Institutionen anerkannt. Sie sollen außerdem in die interinstitutionelle Abstimmungsgruppe eingebunden werden. Ihre Fähigkeiten als Multiplikatoren konnten sie in ihren Heimatgemeinden vielseitig einsetzen. Die Maßnahme, initiiert als Pilotmaßnahme, wird wegen ihres beachtlichen Erfolges zwischenzeitlich auch in anderen Regionen des Landes durchgeführt. Auch die Departmentregierung will das Modell in weiteren Gemeinden einsetzen. Einige Erfolge in Zahlen Download
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