Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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HIV/AIDS-Bekämpfung in Lateinamerika, der Karibik und AfrikaProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: HIV/AIDS-Bekämpfung in Lateinamerika, der Karibik und Afrika
AusgangssituationBrasilien besitzt ein erfolgreiches und international anerkanntes AIDS-Bekämpfungsprogramm. Bereits 2002 hat Brasilien damit begonnen, seine Erfahrungen in diesem Bereich an andere Länder des Südens weiterzugeben. Seitens vieler Länder Lateinamerikas, der Karibik, Asiens und Afrikas besteht eine große Nachfrage nach brasilianischem Know-How in diesem Bereich. Deutschland hat den Auf- und Ausbau dieser Süd-Süd-Kooperation von Beginn an unterstützt und führt seit mehreren Jahren tri- und multilaterale Kooperationsprojekte mit Brasilien und weiteren Partnerländern im Bereich HIV-AIDS durch. Alle Aktivitäten werden gemeinsam mit den Drittländern entwickelt und an deren spezifischen Bedürfnissen ausgerichtet (demand driven). Die Partnerländer profitieren von der Kombination aus brasilianischer Expertise im AIDS-Bereich und langjähriger Erfahrung der GIZ in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. ZielDie nationalen AIDS-Bekämpfungsprogramme sind in den Partnerländern der brasilianischen Süd-Süd-Kooperation gestärkt. VorgehensweiseDie GIZ berät gemeinsam mit seinen brasilianischen Partnern die nationalen AIDS- Bekämpfungsprogramme von 21 Ländern in Lateinamerika und der Karibik. 2009 wurde die Zusammenarbeit im Rahmen des „Heiligendamm-Prozesses“ auch auf Länder Afrikas ausgeweitet. Zu den Aktivitäten gehören:
Neben trilateralen Projekten (Brasilien-Deutschland-Partnerland) werden auch multilaterale Projekte durchgeführt. Dabei wird eng mit nationalen Partnern – wie etwa den Gesundheits- und Erziehungsministerien – internationalen und multinationalen Partnern, wie z. B. UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV-AIDS), sowie mit regionalen Organisationen, wie der GCTH (Grupo de Cooperação Técnica Horizontal em HIV/AIDS) und PANCAP (Pancaribbean Partnership against HIV AIDS), kooperiert. Beispiele für multilaterale Projekte sind:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIm Rahmen des Projektes zur Sexualerziehung wurde AIDS-Prävention als Teil der nationalen Schulpläne in Argentinien, Chile, Peru, Paraguay und Uruguay etabliert, um allen Schülern einen sicheren Zugang zu Informationen über AIDS zu verschaffen. Von 2007 bis 2009 wurden bereits eine halbe Million Schüler über AIDS aufgeklärt. In Uruguay und El Salvador sind die nationalen Protokolle zur AIDS-Therapie und Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV modernen Standards entsprechend aktualisiert. Landesweit gibt es ausgebildetes medizinisches Personal für die Behandlung von Menschen, die mit HIV leben. In sechs Grenzregionen Brasiliens (mit Argentinien, Bolivien, Venezuela, Kolumbien, Paraguay und Uruguay) werden gemeinsam mit den Nachbarregionen grenzübergreifende AIDS-Präventionsmaßnahmen geplant und durchgeführt. Die Koordination liegt bei neu eingerichteten „bilateralen Kommissionen“ mit Vertretern aus Kommunen, der Zivilgesellschaft und regionalen Regierungen. In Panama wurde ein nationales multisektoriales Monitoring- und Evaluierungssystem für die AIDS-Bekämpfung eingeführt, das die Informationen von Schlüsselakteuren und -institutionen sammelt, ordnet und analysiert. Weiterführende Informationen
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