Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Stärkung indigener Organisationen in LateinamerikaProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Stärkung indigener Organisationen in Lateinamerika
AusgangssituationIndigene Völker stellen knapp 10 Prozent der Gesamtbevölkerung in Lateinamerika, wobei ihre Bevölkerungsanteile in den einzelnen Ländern von wenigen Prozent bis zur Bevölkerungsmehrheit schwanken. Sie sind die am stärksten benachteiligte Bevölkerungsgruppe und in besonderem Maße von extremer Armut betroffen. Ihre politisch-gesellschaftliche Ausgrenzung durch ungleichen Zugang zu Bildung, Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten und Gesundheitsdienstleistungen, die unzureichende Anerkennung indigener Territorien sowie die Ausbeutung natürlicher Ressourcen entziehen ihnen nach wie vor ihre materiellen und kulturellen Existenzgrundlagen. In den vergangenen Jahrzehnten nahm weltweit die politische Aufmerksamkeit für die Benachteiligung indigener Völker zu. Die Gründe dafür liegen vor allem in der deutlich gewachsenen politischen Artikulationsfähigkeit indigener Völker und den damit einhergehenden Prozessen der Anerkennung indigener Rechte in den Vereinten Nationen (VN-Dekaden, VN-Erklärung indigener Rechte 2007) und anderen internationalen Organisationen (etwa OEA). In vielen Ländern Lateinamerikas führte diese steigende Aufmerksamkeit zu einer formalen Anerkennung der Rechte indigener Völker. Die Umsetzung ihrer Rechtsansprüche bleibt bisher dennoch unzulänglich. Trotz steigender Artikulationsfähigkeit bestätigen Erfahrungen aus Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, vor welchen Herausforderungen indigene Organisationen weiterhin stehen, um zu relevanten Themen konzeptionell fundierte und von ihrer Basis legitimierte Beiträge zu leisten. Sie sind bisher nur unzureichend in der Lage, die Interessen, Rechte und Belange ihrer Völker national und international zu vertreten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit baut daher ihre langjährige Zusammenarbeit mit indigenen Völkern weiter aus und verstärkt vor allem auch die direkte Zusammenarbeit mit indigenen Organisationen. ZielLokale und nationale indigene Organisationen sind gestärkt, ihre regionale Zusammenarbeit wird gefördert. Die Organisationen sind in der Lage, ihre Rechte und Positionen in ihren jeweiligen Staaten sowie in der internationalen Zusammenarbeit wirksam zu vertreten. VorgehensweiseDas Programm arbeitet in zwei Bereichen:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie indigenen Organisationen sind besser in der Lage, ihre politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Rechte zu verwirklichen. Die Teilnahme an den thematischen Netzwerken fördert das fachliche Wissen und die Dialogfähigkeit, so dass die indigenen Organisationen ihre Anliegen wirksamer in politische und gesellschaftliche Verhandlungsprozesse einbringen können. Sowohl auf nationaler Ebene als auch in internationalen Foren nutzen sie die für sie zugänglichen Verhandlungsräume und können dort fachlich fundiert ihre Interessen vertreten. Es findet vermehrt Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen indigenen Organisationen statt. Zudem werden Positionen zu relevanten Themen wie zum Beispiel zur Rolle der Indigenen beim Erhalt von Wäldern oder zu den Auswirkungen des Klimawandels auf indigene Völker mit indigenen Experten abgestimmt. Durch die Arbeit zur nachhaltigen Verankerung des Themas „indigene Völker“ in der staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit wird auf eine verbesserte Berücksichtigung indigener Rechte, Interessen und Bedürfnisse bei der Planung und Durchführung von Projekten hingewirkt. In der Fachöffentlichkeit wird die Relevanz des Themas verstärkt wahrgenommen. Vorgängerprojekt |
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