GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Ansprechpartner


Frau Monika Grossmann
Tel.: + 504 238 1906
Fax: +504 238 3219
E-Mail: monika.grossmann@giz.de

Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung

Honduras ist  eines der katastrophenanfälligsten Länder der Welt. Hurrikan Mitch (1998) aber auch die Schäden in weiten Gebieten des Landes in 2005 und 2006 stellen daher Entwicklungsfortschritte immer wieder in Frage. Durch intensive Entwaldung sowie Übernutzung, liegen ein starker Rückgang der Waldflächen und eine starke Bodendegradierung vor. Nach Schätzungen der staatlichen Forstbehörde liegt die jährliche Entwaldungsrate bei 80.000 ha bis 100.000 ha (derzeit ca. 2%/Jahr). In den letzten 30 Jahren bedeutet dies einen Verlust von 35% der Waldfläche. Gründe hierfür liegen im hohen Bevölkerungswachstum (2,4%), in der ungleichen Landverteilung und ungeregelten Besitz- und Nutzungsrechten. Des Weiteren tragen massive politische und ökonomische Partikularinteressen durch den illegalen Holzeinschlag und Umweltverschmutzung zur Zerstörung der natürlichen Ressourcen bei.

Die Erfahrungen im Sektor sind je nach Interventionsebene unterschiedlich. Auf der Mikroebene und in der direkten Umsetzung von Aktivitäten liegen wegweisende Erfahrungen vor, die auch von der Regierung und anderen Gebern anerkannt werden. Dazu gehören insbesondere die Themenbereiche nachhaltiges Co-Management für Schutzgebiete, kommunitäre Waldwirtschaft, Konfliktlösungsstrategien und Partizipation, nachhaltiges Wassereinzuggebietsmanagement und signifikante Einkommenssteigerung durch die land- und forstwirtschaftliche Produktion. Die Sicherung von Eigentumsrechten für die lokale Bevölkerung im Gebiet von Río Plátano trägt ferner zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung und Einkommenssteigerung bei gleichzeitiger Respektierung von Schutzzonen bei. Die Beteiligung von Frauen erweist sich trotz erheblicher Anstrengungen als schwierig. Hier sind weiterhin erhebliche Sensibilisierungsprozesse auf allen Ebenen notwendig um das Bewusstsein bezüglich einer aktiven Einbeziehung von Frauen zu stärken. Die institutionellen und legalen Reformen des Wald- und Naturschutzsektors konnten trotz intensiver Beratung bisher nicht verwirklicht werden und stellen weiterhin eine Herausforderung dar.

Die deutsche EZ ist in der Politikberatung und Geberkoordinierung aktiv und mit Umsetzungskomponenten in 3 Regionen des Landes vertreten. In der Biosphäre Rio Platano besteht ein gemeinsames Engagement der FZ und TZ zur Absicherung und nachhaltigen Nutzung des „Herzstückes“ des zentralamerikanischen Biokorridors. Eine enge Abstimmung und Kooperation besteht mit dem DED auf der Mikroebene zur direkten Beratung von Organisationen auf Zielgruppenebene.

Das Programm der GTZ (PRORENA) geht auf die komplexen Rahmenbedingungen im Sektor ein und stellt das Thema „Good Governance“ sowie die Abstimmungsmechanismen zwischen den unterschiedlichen Akteuren in den Mittelpunkt der prozessbegleitenden Politikberatung. Weitere wichtige Themenbereiche sind Dezentralisierung und Unterstützung der Gemeinden bei der Wahrnehmung ihrer Rollen im Umwelt- und Ressourcenschutz, Katastrophenvorsorge, lokale wirtschaftliche Entwicklung und die Erprobung und Umsetzung von Ansätzen im nachhaltigen Ressourcenmanagement.


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