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Herr Dr. Martin Schneichel
E-Mail: martin.schneichel@giz.de

Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge im Grenzgebiet Haiti/Dominikanische Republik

Projektkurzbeschreibung


Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Haiti, Dominikanische Republik
Politischer Träger: Ministere de Planification e Cooperacion Etrangère ( MPCE) in Haiti und Secretariado Técnico de la Presidencia, Dominikanische Republik
Gesamtlaufzeit: Januar 2006 bis Dezember 2008

Ausgangssituation

Einer Sturzflutkatastrophe im Mai 2004 fielen im Grenzgebiet zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik mehrere Tausend Menschen, Gebäude, Straßen, Brücken, Vieh und landwirtschaftliche Nutzflächen zum Opfer. Starke Niederschläge in der von tropischen Wirbelstürmen bedrohten Zone lassen ansonsten oft ausgetrocknete Wasserläufe kurzfristig stark anschwellen und bedrohen viele Ortschaften. Die Ursache dafür sind weitgehend abgeholzte Höhenzüge, nicht standortgerechte Landwirtschaft, extensive Weidenutzung und häufiges Abbrennen von Nutzflächen.

Ziel

Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in neun Gemeinden der südlichen Grenzregion Haitis und der Dominikanischen Republik sind verbessert und gegenüber den Auswirkungen von Naturkatastrophen weniger anfällig.

Vorgehensweise

Das Projekt arbeitet an der Schnittstelle von Nothilfe und längerfristiger technischer Zusammenarbeit. Es bietet der Bevölkerung die Zusammenarbeit an, um Aktivitäten festzulegen, zu planen und durchzuführen:

  • Wiederaufbau/Rehabilitierung der Infrastruktur für die land- und forstwirtschaftliche Produktion und Vermarktung
  • Verminderung der Vulnerabilität der Ortschaften (Verletzbarkeit durch Naturkatastrophen) durch bodenkonservierende Maßnahmen (Ravinenverbau, Wiederaufforstung) und den Bau von Schutzeinrichtungen gegen Sturzfluten
  • Erarbeitung von Notfallplänen und Aufbau von Kapazitäten, um Naturkatastrophen besser begegnen zu können

Das Projekt unterstützt die lokalen Akteure durch begleitende Beratung und Finanzmittel. Wegen der kurzen Projektdauer und des Umfangs der Aufgabe sucht das Projekt in besonderem Maße die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, staatlichen Institutionen, internationalen und lokalen Nichtregierungs- und Basisorganisationen.

Enge Partner sind:

  • Europäische Union
  • Lutherischer Weltbund
  • Vision Mundial
  • Action Aid
  • Pan American Development Foundation
  • Centro de Investigación y Educación Popular
  • Dominikanische Wasserbehörde (INDRHI)
  • Dominikanischen Direktion für die Entwicklung der Grenzregion
  • Basisorganisationen in beiden Ländern

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Mit den Partnern wurden zahlreiche Aktivitäten begonnen oder bereits abgeschlossen (Stand: Juni 2007).

In Haiti:

  • Abgeschlossener Bau ein Wasserleitung (7,7 Kilometer) in der Gemeinde Belle Anse und Aufforstung des Quellgebiets (50 Hektar)
  • Bisher etwas 60 Kilometer Verbau und Wiederaufforstung von Ravinen
  • Rehabilitierung von bisher zwölf kritischen Punkten im Straßennetz
  • Rehabilitierung der Marktinfrastruktur in der Gemeinde Thiotte
  • Abgeschlossene Rehabilitierung/Erweiterung von acht Kaffeeverarbeitungszentren im Besitz von Kooperativen
  • Abgeschlossene Einrichtung eines Rotationsfonds für Produktionsmittel für die Kaffeebauern
  • Partizipative Erarbeitung von Notfallplänen
  • Erweiterung einer Baumschule und Ausbildung des Personals

In der Dominikanischen Republik:

  • Abgeschlossene Rehabilitierung des zwölf Kilometer langen Bewässerungskanals Las Barias
  • Abgeschlossener Wiederaufbau eines Teils des Kanals im Rio Soliette (255 Meter)
  • Abgeschlossene Rehabilitierung der Kanalunterführung La Resaca
  • Abgeschlossener Aufbau von zwei Baumschulen, Nutzung von zwei bestehenden Baumschulen
  • Wiederaufforstung und Einführung von agroforstlichen Produktionssystemen
  • Rehabilitierung von kritischen Punkten der Carretera Internacional
  • Verbau des Arroyo Yerba Buena in La Descubierta
  • Umleitung eines Bachs in Cabeza del Rio
  • Partizipative Erarbeitung von Notfallplänen und Aufbau von Kapazitäten im Katastrophenrisikomanagement
  • Unterstützung kleinbäuerlicher Gruppen bei der nachhaltigen Waldnutzung


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Herr Dr. Martin Schneichel
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