Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge in Zentralamerika nach dem Hurrikan StanProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge in Zentralamerika nach dem Hurrikan Stan
Ausgangssituation
Guatemala und El Salvador sind regelmäßig von extremen Naturereignissen wie tropischen Wirbelstürmen, Überschwemmungen, Hangrutschungen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen betroffen. Allein der Hurrikan Stan hat in beiden Ländern 2005 mehr als 2.000 Opfer gefordert und für über 1 Milliarde US-Dollar Schäden angerichtet. Die ohnehin unzureichenden Einkommen werden so immer weiter verringert und müssen für den notdürftigen Wiederaufbau von Häusern und Produktionsgrundlagen verwendet werden. Eine Investition in produktive Maßnahmen und eine nachhaltige Entwicklung ist kaum möglich. Ursachen für die Anfälligkeit gegenüber extremen Naturereignissen sind die Ausdehnung von Siedlungs- und Nutzflächen in Risikogebiete sowie die unsachgemäße Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen. Die unsachgemäße Bewirtschaftung ist bedingt durch die politische und wirtschaftliche Marginalisierung armer Bevölkerungsschichten, hauptsächlich der ländlichen Bevölkerung, in Guatemala auch der indigenen Bevölkerung. Aus mangelndem Zugang zu geeignetem Ackerland werden Böden und Wälder an steilen Hanglagen übernutzt, was Schlammlawinen, Hangrutschungen und Überschwemmungen zur Folge hat. ZielDie Bevölkerung der Projektregionen, etwa 2.000 Quadratkilometer, fünf Gemeinden in El Salvador und sieben Gemeinden in Guatemala, stellt in Zusammenarbeit mit den nationalen Institutionen ihre Produktionsgrundlagen wieder her. Außerdem verringert sie ihre Anfälligkeit gegenüber Bedrohungen durch extreme Naturphänomene wie Überschwemmungen und Hangrutschungen. Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt betroffene Familien dabei, ihre land- und forstwirtschaftlichen Lebensgrundlagen wiederherzustellen. Dies wird verknüpft mit Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge auf lokaler Ebene, die aus einer Risikoanalyse abgeleitet sind. Dazu gehören infrastrukturelle Schutzmaßnahmen, Maßnahmen zur Organisationsentwicklung sowie die Ausbildung und Ausstattung dörflicher Notfallkomitees. Durch Beratung, Ausbildungsseminare und gemeinsame Planungsprozesse werden lokale Gemeindevertreter sowie Vertreter der Basisorganisationen und der staatlichen Institutionen unterstützt, Katastrophenvorsorge in die Planung und Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen zu integrieren. Der Erfahrungsaustausch innerhalb der Länder und zwischen El Salvador und Guatemala soll ebenfalls gefördert werden. Das Projekt hat drei Förderschwerpunkte:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Motivation der Dorfbevölkerungen und Gemeindeverwaltungen, sich an den Wiederaufbau- und Vorsorgemaßnahmen zu beteiligen, ist mit der Einführung konkreter Maßnahmen ständig gestiegen. Es wurden bisher deutliche, sogar über die Planung hinausgehende Fortschritte gemacht. Durch die wachsende Beteiligung der Dörfer und Gemeinden konnte die Anzahl der direkten Nutznießer des Projekts erhöht werden. In partizipativen Risikoanalyse-Workshops mit den Gemeinden und Dörfern konnten vielfältige Maßnahmen zur Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen sowie zur Vorsorge und Stärkung der lokalen Kompetenzen und Leistungsfähigkeit nach ihrer Wichtigkeit festgelegt werden. Die Maßnahmen trugen dazu bei, ein stärker präventiv ausgerichtetes Risikobewusstsein in der Bevölkerung und bei den verantwortlichen Institutionen zu schaffen. In enger Zusammenarbeit und Koordination des Projekts mit anderen bi- und multilateralen Programmen und Projekten wurden Methoden und Techniken ausgetauscht, wie Risikoanalyse; Fortbildungsbesuche und andere. Die wichtigsten Maßnahmen in den drei Förderbereichen:
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