Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Unterstützung des FriedensprozessesProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm zur Unterstützung des Friedensprozesses in Guatemala (PCON)
AusgangssituationAuch 12 Jahre nach den Friedensverträgen und nach 36 Jahren internem bewaffneten Konflikt bestehen die traditionellen Konfliktlinien in Guatemala fort: Armut und Marginalisierung der Bevölkerungsmehrheit, rassistische Ausgrenzung der indigenen Bevölkerungsmehrheit. Die schwachen staatlichen Institutionen sind nur eingeschränkt in der Lage, Sicherheit, Wohlfahrt, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu gewährleisten. Die Sicherheitssituation ist prekär und neue Gewaltphänomene im Kontext von organisierter Kriminalität und internationalem Drogenhandel vergrößern die ohnehin hohe Gewaltbereitschaft. Angesichts der Zusammenhänge zwischen alter und neuer Gewalt bleibt die politische und soziale Integration der in sich heterogenen Mayabevölkerung eine der wesentlichen Herausforderungen. Die Friedensverträge, die eine nationale Agenda für eine tolerante, multikulturelle, inklusive und auf friedliche Konfliktaustragung aufbauende Gesellschaft entwickelten, sind bislang nur unzureichend umgesetzt worden. Basierend auf den Friedensverträgen wurden Institutionen geschaffen, die der Benachteiligung der Mayabevölkerung entgegenwirken und Einfluss auf das staatliche Handeln in der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung nehmen sollen. Das Kernproblem ist, dass Kompetenzen und Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen insgesamt schwach sind, und damit auch wichtige, für die Umsetzung der Friedensverträge vorgesehene Institutionen nur sehr begrenzte Steuerungsmöglichkeiten haben. ZielKompetenzen und Leistungsfähigkeit staatlicher und nicht staatlicher Akteure auf nationaler wie subnationaler Ebene sind gestärkt, um staatliche Politiken, institutionelle Reformen und Koordinationsmechanismen für Versöhnung, Bürgersicherheit und friedliche Konfliktbearbeitung umzusetzen. VorgehensweiseDie strategische Ausrichtung des Programms konzentriert sich auf die institutionelle Stärkung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen. PCON unterstützt insbesondere durch technische Beratung die Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft, um die Beziehung zwischen Staat und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft zu fördern. Die Unterstützung der Mayabevölkerung, besonders der Frauen, im Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung ist ein wichtiges strategisches Element.
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Institutionen sowie in Abstimmung mit anderen Gebern wurde die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit unterstützt, beispielsweise die Weiterführung der Reform der Polizei im Rahmen des Nationalen Sicherheitspaktes. So wurde ein neues Polizeimodell entwickelt und ein Vorschlag zur Organisationsstruktur verabschiedet. PCON hat bei der Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten beraten, insbesondere bei der Gestaltung gezielter Fortbildungsmaßnahmen für Fachpersonal mit besonderen Aufgaben. Zur Einführung des Konzeptes „Community Policing“ hat der Innenminister explizit technische Beratung durch PCON angefordert. Durch eine umfassende empirische Studie wurde die extreme Diskriminierung indigener Frauen belegt. Die Studie wurde von der guatemaltekischen Regierung als wichtiger Impuls zur anstehenden Politikformulierung im Gesundheits-, Bildungs- und insbesondere im Justizsektor aufgenommen. Interkulturalität bleibt Schwerpunkt des Programms. Lokale Netzwerke, die zu Konflikttransformation arbeiten, haben ihre Aktionen durch den Austausch von erfolgreichen Beispielen (Best Practices) verbessert und ihre Zusammenarbeit durch den Aufbau einer überregionalen Plattform intensiviert. |
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