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Frau Claudia Neuenburg
E-Mail: claudia.neuenburg@giz.de

Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung
Auftraggeber: Europäische Kommission
Land: Guatemala
Politischer Träger: Koordinationsstelle der Menschenrechtspolitik der Regierung (COPREDEH)
Gesamtlaufzeit: März 2006 bis Dezember 2008

Ausgangssituation

Trotz internationaler Abkommen wie der Vienna Declaration oder nationaler Verträge wie die Friedensabkommen von 1996 ist die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in der guatemaltekischen Gesellschaft noch tief verwurzelt. Die Geschlechterdiskriminierung betrifft vor allem indigene Frauen (Maya, Garífuna, Xinca), die in ländlichen Gebieten leben. Da die politischen Beziehungen innerhalb der Gesellschaft zutiefst asymmetrisch sind, werden die Belange dieser Frauen kaum artikuliert, wozu auch die geografische Entfernung von den politischen Entscheidungszentren beiträgt.
Die aktuelle Situation wird durch gängige Rollenverteilungen im privaten wie auch im öffentlichen Bereich gesellschaftlich legitimiert. Als Antwort auf dieses Problem hat die guatemaltekische Regierung ihre „Politik zur Förderung der Entwicklung guatemaltekischer Frauen“ definiert, die vom Frauensekretariat der Präsidentschaft (SEPREM) koordiniert wird. Des Weiteren gründeten sich das „Nationale Forum für die Frau“ (FNM) und das „Amt zum Schutz indigener Frauen“ (DEMI) sowie der „Indigene Entwicklungsfonds“ (FODIGUA). Trotzdem weisen die öffentlichen Institutionen immer noch auf allen Ebenen Schwächen auf, was die Frage der Geschlechtergerechtigkeit angeht.
Die wenigen politisch aktiven Frauen sollen durch das Projekt stärker in den Politikprozess eingebunden werden und Unterstützung bei ihren Anstrengungen zur Verwirklichung internationaler und nationaler Abkommen erfahren.

Ziel

Das übergeordnete Ziel ist die soziale, wirtschaftliche und politische Integration armer Landfrauen, insbesondere der indigenen Frauen. Dazu sollen die Kapazitäten der Hauptinstitutionen der Regierung, des Kongresses und der Zivilorganisationen gestärkt werden, um die Eingliederung der betroffenen Frauen zu gewährleisten.

Vorgehensweise

Das Programm fokussiert sich auf die Organisation des Staates, die Stärkung und Modernisierung der Institutionen sowie die Verbesserung deren Funktionen. Dabei steht die gesellschaftliche Veränderung im Mittelpunkt.

Folgende Schritte werden zur Verwirklichung der Ziele unternommen:

  • Stärkung der politischen Institutionen zur Sicherstellung der Chancengleichheit und dabei vor allem der Beteilung von indigenen Frauen; effektive Umsetzung des „nationalen Programms zur Förderung und Entwicklung von guatemaltekischen Frauen“
  • Veränderung der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung einer politischen Beteiligung indigener Frauen
  • Förderung der Organisationsfähigkeiten von indigenen Frauen durch „capacity development“ um ihren Einfluss bei der politischen Willensbildung auf lokaler und nationaler Ebene zu fördern; vor allem die Partizipation an der Formulierung und Evaluierung von genderpolitischen Maßnahmen soll unterstützt werden
  • Abbau jeglicher Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen
  • Förderung einer Kultur der Geschlechtergleichheit in der Wirtschaft mit Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen


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