GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Projekte > Kurzbeschreibungen > Förderung der Qualität der Bildung

Ansprechpartner


Herr Dr. Luis Enrique Lopez
E-Mail: luis.lopez-hurtado@giz.de

Förderung der Qualität der Bildung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm zur Förderung der Qualität der Bildung (PACE)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Guatemala
Politischer Träger: Ministerio de Educación (MINEDUC)
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2013

Ausgangssituation

Indigene Lehrerin in Guatemala beim Unterricht in Spanisch als Zweitsprache. © GTZ

Die guatemaltekische Regierung hat in kurzer Zeit große Erfolge erzielt und den Zugang zur Primarschulbildung erheblich verbessert. Im Jahr 2007 betrug die Einschulungsrate dort 95 Prozent. Zudem wurden wichtige Schritte unternommen, um auch das Angebot und den Zugang zur Sekundarschulbildung, insbesondere im ländlichen Raum, zu erweitern.

Die Qualität der Bildung in Guatemala ist jedoch weiterhin unzureichend. Dies bestätigen auch die Bildungsindikatoren: 27 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind Analphabeten, die Wiederholungsrate nach dem ersten Schuljahr liegt bei 24 Prozent und nur 61 Prozent der Schüler schließen die Grundschule ab. Dies wirkt sich auch auf die Sekundarschulbildung aus: Die Einschulungsrate auf der Sekundarstufe liegt bei 38% Prozent  Signifikante Unterschiede bestehen zudem zwischen dem ländlichen und dem städtischen Raum sowie zwischen der indigenen und nicht-indigenen Bevölkerung. Der Unterricht in der Muttersprache spielt eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der Bildungsqualität, jedoch werden weiterhin viele indigene Schüler nur in Spanisch unterrichtet und nicht in ihrer Muttersprache, was ihre schulische Entwicklung behindert.

Guatemala benötigt gezielte Unterstützung, die auch an den strukturellen Ursachen der beschriebenen Defizite ansetzt, um das öffentliche Bildungsangebot und die Bildungsqualität nachhaltig zu verbessern. Insbesondere sind die bestehenden Barrieren aufgrund ethnischer, geschlechtsspezifischer und regionaler (ländlicher/urbaner) Zugehörigkeit zu beseitigen. Im Kampf gegen die Armut und zur Förderung des Friedensprozesses spielt verbesserte Grundbildung eine Schlüsselrolle.

Ziel

Die Bildung in Guatemala, insbesondere im ländlichen Raum, entspricht den Erfordernissen einer multiethnischen Gesellschaft im Modernisierungsprozess.

Vorgehensweise

Mütter in Guatemala nehmen aktiv am Schulmanagement teil. © GTZ

Das Programm zur Förderung der Qualität der Bildung (Programa de Apoyo a la Calidad Educativa – PACE) arbeitet gemeinsam mit dem guatemaltekischen Bildungsministerium auf nationaler und departamentaler Ebene an der Reform des Bildungssystems.

Die thematischen Schwerpunkte des Programms sind: 

  • Bildungsmanagement: Stärkung der institutionellen und fachlichen Kapazitäten der departamentalen Bildungsdirektionen im Zusammenhang mit der Dezentralisierung des Bildungssektors.
  • Interkulturelle Zweisprachige Erziehung (IZE): Förderung der IZE auf Vorschul- und Primarschulstufe im Rahmen des nationalen Lehrerfortbildungsplans und unter aktivem Einbezug der Eltern und der lokalen Gemeinden.
  • Ländliche Sekundarschulbildung: Identifizierung formaler und non-formaler Bildungsangebote im ländlichen Raum, die den Erfordernissen des lokalen Arbeitsmarktes und den Bedürfnisse der Bevölkerung besser entsprechen.
  • Biildung für Nahrungs- und Ernährungssicherheit: Vermittlung und Stärkung der Lebenskompetenzen der Schüler unter aktiver Einbeziehung der Eltern.

Das Vorhaben fördert die institutionellen Kapazitäten und individuellen Kompetenzen des Personals des Bildungsministeriums und kombiniert pädagogische Fachberatung mit Management- und Organisationsberatung auf lokaler, departamentaler und nationaler Ebene. Der Einbezug lokaler, im Bildungsbereich tätiger NROs ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Es besteht ein konstruktiver Dialog und Koordinationsbemühungen mit der KfW sowie rund zwölf weiteren Geberorganisationen im Rahmen des Netzwerks der internationalen Agenturen im Bildungssektor.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch die Zusammenarbeit mit Pilotschulen der Primarschul- und Sekundarschulstufe hat das Programm dazu beigetragen die Einführung des nationalen Basiscurriculums voranzutreiben. Es hat dazu Unterrichtsmaterialien und –methoden entwickelt und insbesondere der Interkulturellen Zweisprachigen Erziehung und damit dem Unterricht in den Mayaprachen sowie auf Spanisch als Zweitsprache neue Impulse verliehen. Zudem wurden in 393 Schulen Schulentwicklungsprojekte durchgeführt und dabei der aktive Einbezug von Eltern und der lokalen Gemeinde gefördert. Damit wurde erreicht, dass der Unterricht den lokalen Bedürfnissen und dem sozio-kulturellen Kontext besser entspricht und das lokale Schulmanagement verbessert wurde.

Auf Grundlage dieser Erfahrungen und einen partizipativen Ansatz verfolgend, hat das Programm seit 2010 ein enges Kooperationsprogramm mit dem Bildungsministerium auf nationaler und departamentaler Ebene vereinbart, um damit die Nachhaltigkeit seiner Wirkungen sicherzustellen.

Schulkinder in Guatemala benutzen die mobile Minibibliothek.

Schulkinder in Guatemala benutzen die mobile Minibibliothek. © GTZ

Download

Weiterführende Informationen


Im Blickpunkt

GIZ-Weltweit

Ansprechpartner


Herr Dr. Luis Enrique Lopez
E-Mail: luis.lopez-hurtado@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login