Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Dezentralisierung und lokale Entwicklung
Dezentralisierung und lokale Entwicklung Anstrengungen zur Modernisierung des Staates haben die erheblichen regionalen und sozioökonomischen Entwicklungsunterschiede El Salvadors, mit hohen Armutsraten besonders im ländlichen Raum, bisher nicht abbauen können. Ansätze wie ein umfassender Dezentralisierungsprozess und Gemeindeförderung sind in den letzten Jahren ins Stocken geraten. Gründe sind politische Polarisierung und der Verlust von Dialogmöglichkeiten. Die Gemeinden haben keinen Freiraum, um ihre Kompetenzen im administrativen Handeln zu erweitern, oder ihre Kapazitäten und finanzielle Ausstattung zu verbessern. Nachhaltige lokale Entwicklung findet kaum statt, da die Gemeinden ihre Aufgaben nur ungenügend wahrnehmen können und aufgrund struktureller Hindernisse keine führende Rolle spielen. Durch die Aufnahme des Themas „Lokale Entwicklung und Dezentralisierung“ in das Regierungsprogramm 2004 – 2007 wird jetzt der Wille zur Verbesserung belegt und neue Dynamik erreicht. Zentrales Instrument ist ein Ansatz auf mehreren Ebenen, der die Wirkungen der Kommunalförderung durch Reformen auf zentralstaatlicher Ebene absichert. Interessen und Aufgaben der maßgeblichen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteure sollen miteinander verknüpft werden: durch Zusammenarbeit und gegenseitige Abstimmung auf subnationaler Ebene (vertikal) wie auf nationaler und lokal-regionaler Ebene (horizontal). Die GTZ verknüpft ihr Engagement in der Region La Paz mit Regierungsberatung. So erhöht sich die Politikkohärenz und damit die Qualität von Planung, Budgetierung und Dienstleistungen der Akteure. Lokale Entwicklung und Demokratie werden gestärkt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Kapazitäten der Kommunen so zu stärken, dass sie ihre gegenwärtigen und in Zukunft noch erweiterten Aufgaben erfüllen können, mit größerer Partizipation der Bevölkerung. Durch die Entwicklung gemeinsamer Zielvorstellungen und die Abstimmung der Kommunen mit den regionalen und nationalen Instanzen wird das Vorgehen ergänzt. Praktischer Erfahrungen werden aufgegriffen, um gemeinsam mit den Akteuren Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Als Modelle sollen diese Lösungen den politischen Entscheidungsträgern und Fachinstitutionen der Gemeindeförderung zur Verfügung gestellt werden und zur Verbesserung von Strategien und Politikansätzen genutzt werden. |