GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Projekte > Kurzbeschreibungen > Genderorientierte Arbeitsmarktpolitik

Ansprechpartner


Frau Doris Thurau
E-Mail: doris.thurau@giz.de

Genderorientierte Arbeitsmarktpolitik

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Genderorientierte Arbeitsmarktpolitik
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Lateinamerika und Karibik
Politischer Träger: United Nations Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), Women and Development Unit
Gesamtlaufzeit: 2002 bis 2006

Ausgangssituation

Auf dem Kontinent des sprichwörtlichen "Machismo" haben die Frauen in den letzten Jahren zwar so Manches erreicht, aber im Arbeitsleben sind sie immer noch benachteiligt. Ihr Stundenlohn lag im Schnitt siebzehn Prozent unter dem ihrer männlichen Kollegen. Zudem waren fast ein Drittel mehr Frauen als Männer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Institutionen des Arbeitsmarktes haben sich bislang kaum mit diesem Thema befasst. Es gab keine speziellen Arbeitseinheiten in den Organisationen und die Bereitschaft, das Thema aufzugreifen, war gering. Chancen zu einer besseren Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Potenziale für die Wirtschaft und soziale Entwicklung blieben ungenutzt.

Ziel

Ausgewählte lateinamerikanische Regierungen verfügen über nationale arbeitsmarktpolitische Ansätze, welche die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern und setzen diese in die Praxis um. Unternehmerverbände und Organisationen der Zivilgesellschaft werden einbezogen.

Vorgehensweise

Um die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zu fördern, unterstützte das Projekt lateinamerikanische Regierungen bei der Entwicklung der notwendigen arbeitsmarktpolitischen Ansätze und bei deren Umsetzung.

Die Kooperation mit Frauenbüros wie auch Sektorministerien und besonders die interinstitutionelle Abstimmung wurden gefördert.

Nachdem zu Beginn des Projektes der Gesundheitssektor in Argentinien, der Tourismussektor in Ecuador sowie die Auswirkungen von so genannten Rücküberweisungen („remittances“) in El Salvador bearbeitet wurden, stand später der Finanzsektor in Chile, Costa Rica und Uruguay im Blickpunkt.

Bei der Erstellung der Fallstudien wurde von Beginn an auf die Einbindung der jeweils wichtigsten „Stakeholder“ und betroffenen Institutionen geachtet. Dies verschaffte dem Projekt frühzeitig Einfluss auf die politische Willensbildung und ermöglichte die unten genannten Wirkungen.

Die Ergebnisse und Erfahrungen des Projektes wurden über eine eigene, ständig aktuell gehaltene Internetseite verbreitet. Standardisierte Beratungsmodule und andere Projektdokumente wurden bei wichtigen Konferenzen und Seminaren in den Partnerländern in gedruckter oder digitaler Form verteilt. Studien des Projektes wurden zudem auf Internetseiten und in Newsletter anderer Institutionen und Organisationen veröffentlicht.

Wirkungen – Was erreicht wurde

Dem Projekt ist es gelungen, Regierungsbehörden (Frauenbüros, Sektorministerien, lokale Behörden) und „Stakeholder“ zu Politikänderungen und gemeinsamen Aktionen zu verpflichten:

  • Im argentinischen Gesundheitsministerium wurde ein Referat zur Bearbeitung genderspezifischer Fragen neu eingerichtet.
  • In Chile wurden in der Aufsichtsbehörde für Rentenversicherungen Beschäftigungsverhältnisse erstmals genderspezifisch erfasst – eine kleine Änderung mit weit reichenden Auswirkungen auf die Formulierung genderspezifischer Maßnahmen in diesem Bereich.
  • In Costa Rica nimmt jetzt ein Frauenbüro im Zuge einer Übereinkunft mit dem Arbeitsministerium an den Sitzungen der Kommission teil, die die nationale Beschäftigungspolitik diskutiert. Im Finanzsektor wurde an der Einführung eines Qualitätssiegels für die Förderung der Gleichstellung gearbeitet. Zwei Banken haben sich bereits an dieser Initiative beteiligt, die Beteiligung einer dritten wurde vereinbart.
  • In Ecuador wurden in drei Landesteilen „Runde Tische“ eingerichtet, um örtlich relevante Aspekte einer genderspezifischen Beschäftigungspolitik zu erörtern – eine Vorgehensweise, die mittlerweile auch von der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) übernommen wurde.
  • Ansätze und Erkenntnisse des Projektes wurde auf regionalen Konferenzen verbreitet:
    • Beim „XXXVIII Meeting of Presiding Officers“ der Regionalkonferenz zu Frauenfragen in Lateinamerika und der Karibik (Mar de Plata, September 2005) wurden die Ergebnisse des Projektes in der Schlusserklärung ausdrücklich gewürdigt.
    • Beim „XXV Kongress des Lateinamerikanischen Soziologenverbands“ (LASA) in Porto Alegre (August 2005) hat das Projekt einen eigenen Workshop vorbereitet und durchgeführt.

Weiterführende Informationen


Ansprechpartner


Frau Doris Thurau
E-Mail: doris.thurau@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login