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Herr Jürgen Klenk
E-Mail: juergen.klenk@giz.de

Förderung der nachhaltigen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der nachhaltigen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Lateinamerika und Karibik
Politischer Träger: United Nations Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), Exekutivsekretariat mit Sitz in Chile
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2012

Ausgangssituation

Viele Länder Lateinamerikas haben in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte in Richtung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums gemacht. Dennoch herrscht nach wie vor eklatante soziale Ungleichheit. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in vielen Fällen durch die Eingliederung in eine globale Wirtschaft noch verschärft. Die Früchte der Globalisierung sind nur einer relativ kleinen Bevölkerungsschicht vorbehalten.

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise gefährdet die erreichten Erfolge bei der Überwindung von Armut und droht, die sozialen Gefälle wieder zu verschärfen. Darüber hinaus hat die Region mit zahlreichen Umweltproblemen zu kämpfen; gleichzeitig spielt sie eine entscheidende Rolle im Rahmen des Klimawandels. Die Probleme bei der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern der Region – Kooperation und Integration – bestehen seit langem und sind nur sehr schwer zu überwinden. Das Programm zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts knüpft bei vielen Themen an das Vorgängerprogramm “Nachhaltigkeit und Chancengleichheit in der Globalisierung” an.

Ziel

Die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik verfügen über erweiterte Handlungsmöglichkeiten für politische Reform- und Verhandlungsprozesse auf nationaler und regionaler Ebene. Der soziale Zusammenhalt in den Gesellschaften Lateinamerikas und die Bedingungen für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung der Region sind verbessert.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Programms werden anwendungsorientierte Politikanalysen und Handlungsempfehlungen erstellt. Diese werden auf internationalen Seminaren und Konferenzen diskutiert und verbreitet. Auf Anfrage der Regierungen erfolgen Beratungsmissionen in den einzelnen Ländern. Im Idealfall kann dadurch Einfluss auf den politischen Willensbildungsprozess genommen werden. Fortbildungsangebote unterstützen bei der Umsetzung der entsprechenden Politikmaßnahmen.

Neben einem Fonds für aktuell aufkommende Zukunftsthemen umfasst das Programm drei Komponenten:

Klimawandel: Alte und neue Chancen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Das Projekt unterstützt die Länder Lateinamerikas und der Karibik dabei, vermehrt eigene Vorschläge zur Reduzierung von Emissionen aus der Entwaldung (Reduced Emissions from Deforestation and Forest Degradation – REDD) zu erarbeiten und in die entsprechenden UN-Gremien einzubringen. Die regionale Zusammenarbeit der Länder bei Energiepolitik und Energieeffizienz soll darüber hinaus verbessert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schaffung der erfoderlichen Datenbasis für effizientes Wassermanagement.

Erneuerung des Fiskalpakts
ECLAC berät die Regierungen bei der Nutzung neuer Instrumente der Fiskalpolitik (bei Besteuerung, Staatsausgaben, Haushalt, Fiskaldezentralisierung), die makroökonomische Stabilität und gerechtere Einkommensverteilung fördern.

Kooperation und Integration: Investitionen in regionale öffentliche Güter
ECLAC untersützt die Länder der Region dabei, grenzüberschreitende Herausforderungen wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Art gemeinsam zu bewältigen. Die Kompenente fördert die Kooperations- und Integrationsbestrebungen innerhalb der Region. Im Mittelpunkt stehen der Zusammenhang zwischen internationalem Handel und sozialer Situation sowie die Stärkung nationaler Innovationspolitiken und länderübergreifender Innovationssysteme.

Chile. Sitz der Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL), Santiago de Chile. © GTZ

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