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Regionale Themen und Ansätze in Lateinamerika und der Karibik

In der Region Lateinamerika/Karibik bestehen starke politische, soziale und wirtschaftliche Unterschiede des Entwicklungsstandes. Bis in die Gegenwart wird die Region durch folgende drei Grundsituationen stark beeinflusst 

  • eine auf kurzfristige Gewinne ausgerichtete und regional kaum verflochtene Wirtschaft, 
  • entlang ethnischer und sozialer Grenzen geteilte Gesellschaften mit abgekoppelten Eliten, 
  • eine in fast allen Ländern anzutreffende kurzfristig orientierte Politik, mangelnde rechtsstaatliche Grundlagen und eine enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft.

Die negativen Folgen hiervon sind:

  • Umweltzerstörung und Raubbau an natürlichen Ressourcen, die sich besonders in den letzten Jahren durch Naturkatastrophen erschreckend vermehrt und verbreitet haben, 
  • extreme soziale Differenzierung, die seit Anfang der 1990er-Jahre wieder zugenommen hat;
  • fehlende politische Kontinuität, Klientelismus, Korruption und schlecht funktionierende öffentliche Dienstleistungen, 
  • zunehmende Entladung sozialer Spannungen in Form von wachsender Kriminalität und Nicht-Anerkennung staatlicher Autorität.

Gleichzeitig bestehen je nach Land sehr unterschiedliche, aber ernsthafte Bemühungen, diesen Problemen entgegenzuwirken. Die auf Dezentralisierung, Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung ausgerichteten Reformen der 1980er und 90er-Jahre haben in vielen Fällen zu erkennbaren Verbesserungen makroökonomischer Parameter geführt. Dies hat neue Handlungsmöglichkeiten für die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft vor allem auf dezentraler Ebene eröffnet. Weiterhin sind verstärkte Bemühungen zu erkennen, die nationalen Ökönomien durch regionale Zusammenschlüsse und stärkere Integration zu stärken und zu komplementieren.


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