Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Chilenische Weinproduktion wird energieeffizient
Entwicklungspartnerschaft zwischen Weingut San Pedro Tarapacá, chilenischem Energieministerium und GTZ Chile belegte 2007 Platz fünf im internationalen Ranking der Wein-Exportländer. Nach Kupfer ist die Agroindustrie die zweitwichtigste Exportbranche des Andenlandes. Wegen der abgelegenen Lage und langen Transportwege sind chilenische Produkte naturgemäß mit einen großen “CO2-footprint” belastet. Umso wichtiger ist es, den Ausstoß von CO2 bereits bei der Produktion soweit wie möglich zu senken. Dabei spielt Energieeffizienz die wichtigste Rolle. Jetzt haben der zweitgrößte Weinproduzent Chiles, die Gruppe Viña San Pedro Tarapacá (VSPT), und das Energieministerium Anfang Mai eine Entwicklungspartnerschaft mit der GTZ unterzeichnet. Zur Gruppe gehören sieben Weingüter in Chile und zwei in Argentinien.
Im Bild: Javier Bitar (VSPT), Edgar von Knebel (GTZ) “Für uns ist diese Vereinbarung sehr wichtig. Sie ergänzt unseren Nachhaltigkeits-Ansatz „sustentabilidad 360°“, dem unser gesamtes wirtschaftliches Handeln unterliegt”, erläuterte Javier Bitar, VSPT-Geschäftsführer bei der Vertragsunterzeichnung. “Das Abkommen führt uns einen Schritt weiter auf diesem Weg der Nachhaltigkeit. Wir freuen uns, Pioniere beim effizienten Energieeinsatz in der Weinindustrie zu sein”. Aufgabe der GTZ in der Partnerschaft ist die Bereitstellung von technischen Studien zur Energieeffizienz in der Weinproduktion. VSPT hat sich verpflichtet, die darin vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Das „Programa País de Eficiencia Energética“ des chilenischen Energieministeriums wiederum wird die Ergebnisse der Zusammenarbeit zur Energieeinsparung allen Weinherstellern des Landes zur Verfügung stellen. Damit kann dieser wichtige Wirtschaftszweig Energieeinsparungspotenziale nutzen und zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich die notwendigen Investitionen im Bereich Energieeffizienz schnell amortisieren und mittelfristig wirtschaftliche Vorteile bringen. Der chilenische Energieminister Ricardo Raineri erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: “ Studien zeigen, dass eine effiziente Nutzung von Energie der Umwelt zugutekommt und Geld spart”. Der deutsche Botschafter Dr. Michael Glotzbach führte an, dass Energieeffizienz angesichts des Klimawandels und der Schwankungen auf dem Energiemarkt eine unumgängliche Herausforderung darstellt. Edgar von Knebel, Leiter des GTZ-Büros Chile, hob hervor, dass Energieeffizienz zur weltweiten Reduzierung von Treibhausgasen mehr beitragen kann als Erneuerbare Energien und Nuklearenergie zusammen. Dies habe jüngst eine Projektion der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigt. Die GTZ wird zusammen mit der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer weitere Beispiele suchen, die zeigen, dass Energieeffizienz wirksam und rentabel ist. Entwicklungspartnerschaften mit der WirtschaftDas Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die GTZ damit beauftragt, Entwicklungspartnerschaften durchzuführen: Sie verknüpfen öffentliches und privatwirtschaftliches Engagement, tragen dazu bei, die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern zu verbessern und sparen Kräfte, Zeit und Geld. |