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Bolivianische Parlamentarierinnen vereint für das Menschenrecht auf Wasser

Bolivien: Parlamentarierinnen beim Workshop

Workshop in La Paz im März 2010

Im Saal Andrés Ibañez des bolivianischen Senatsgebäudes fand am 19. März 2010 ein Workshop „Bolivianische Parlamentarierinnen vereint für das Menschenrecht auf Wasser“ statt.  Die Volksvertreterinnen des gerade neu gewählten Plurinationalen Parlaments Boliviens wurden umfassend zum Thema Wasserressourcen informiert, damit sie dieses Wissen bei der Diskussion und Analyse zum zukünftigen Wasserrahmengesetz einbringen können. Der Workshop stand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt und Wasser sowie des Plurinationalen Parlaments und wurde von der seitens der GTZ durch das Programm für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in kleinen und mittleren Städten,  unterstützt. Eine der Programmaufgaben ist die Unterstützung der Neugestaltung des ordnungspolitischen und strukturpolitischen Rahmens des Wassersektors. Dabei kommt den nationalen, gesetzgebenden Organen in Bolivien eine entscheidende Rolle zu. Die GTZ führt das Programm im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) durch.

Während des Workshops wurde der Veränderungsprozess in der bolivianischen Gesellschaft deutlich, der zu einer aktiveren Beteiligung und einem stärkeren Einfluss von Frauen geführt deutlich.  Zeigen die Bilder an den Wänden des Saals im Senatsgebäudes die politische Geschichte Boliviens doch noch als Männerdomäne. Dies kontrastierte augenfällig mit der Anwesenheit der Parlamentarierinnen und Senatorinnen.

Diese stellen sich nun der Herausforderung, eine Protagonistenrolle bei der Durchsetzung des Rechtes auf Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, das die neue bolivianische Verfassung ausdrücklich vorsieht, zu übernehmen. 

Der Vizeminister für Umwelt, Juan Pablo Ramos, unterstrich die Bedeutung des Workshops, weil er zwei grundlegende Aspekte miteinander in Verbindung bringt: die Beteiligung und Rolle der Frauen und die Verfügbarkeit von Wasser als Grundrecht . “Wenn wir einmal darüber nachdenken, wer sich im familiären Kreis  um das Essen und die Bildung kümmert, so ist das die Frau, die im Umgang mit Wasser eine äußerst wichtige Rolle  spielt, und das nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gemeinde .... hier ergeben sich sicher viele diskussionswürdige Aspekte in den Regionen, in der Abgeordnetenkammer und den Gemeinden”, erläuterte der Vizeminister.

Daisy Luna, Parlamentarierin des Valle Alto von Cochabamba, unterstrich das zunehmende Interesse und Engagement der Frauen : “Zum Thema Wasser als Lebensmittel  und für die  Bewässerung brauchen wir Projekte, Weiterbildungen und Workshops, … wir nehmen hier teil, um zu lernen, wie wir mit Wasser und seiner  Nutzung umgehen können”.


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