Im November 2008 vereinbarten die Regierungen von Guatemala und Deutschland zwei Schwerpunkte für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Guatemala:
Demokratische Regierungsführung mit Gleichberechtigung
Bei der Umsetzung des Schwerpunkts stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Gute lokale Regierungsführung und Entwicklung
Die gemeinsam von Deutschland und Schweden finanzierte Entwicklungsarbeit zur lokalen Entwicklung konzentriert sich auf:
- Bürgerbeteiligung auf munizipaler/kommunaler Ebene
- Quantitative und qualitative Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen
- Beratung bei der Formulierung und Umsetzung lokaler Wirtschaftsentwicklungsstrategien
- Verbesserung von Katastrophenvorsorge und -management
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei bisher marginalisierten und von Entscheidungen und Nutzen ausgeschlossene Gruppen wie Frauen, Jugendliche und indigene Bevölkerung.
-
Konfliktprävention und friedliche Konfliktbearbeitung
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit umfasst hier drei Komponenten:
- Wiedergutmachung und Versöhnung
- Bürgersicherheit
- Friedliche Konflikttransformation
Ziel ist es, Initiativen zu stärken, die zur Prävention von sozialen Konflikten und zur friedlichen Konfliktbearbeitung beitragen können.
Bildung
Ziel der deutschen Technischen Entwicklungszusammenarbeit ist es, den Zugang zu Bildung für arme und indigene Kinder und Jugendliche zu verbessern. Die Qualität der Bildung soll gleichzeitig verbessert und an den Werten einer demokratischen, multiethnischen Gesellschaft ausgerichtet werden. Durch umfassende Förderung der Grundbildung soll die bestehende Chancenungleichheit zwischen einzelnen sozialen Gruppen verringert und damit ein Beitrag geleistet werden, um die in Guatemala vorherrschenden strukturellen Konfliktursachen zu verringern.